Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 50

 

Das Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 51 wurde ab dem 1. Mai 1944 im Raum Pec - Pristina - Prizren aus albanischen Freiwilligen für die 21.Waffen-Gebirgs-Division der SS "Skanderbeg"´aufgestellt. Noch während der Aufstellung erhielt das Regiment den Auftrag zur Sicherung von Ruhe und Ordnung im Kosovo. Den Stamm  des Regiments bildeten Teile des I. Bataillons des Waffen-Gebirgsjäger-Regiments 28 der 13.Waffen-Gebirgs-Division der SS "Handschar". Das deutsche Rahmenpersonal kam vor allem von der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division "Prinz Eugen" und der 13.Waffen-Gebirgs-Division der SS "Handschar".  Nach einer Aufstellungsdauer von nur sechs Wochen begann am 17. Juni 1944 der erste Einsatz des Regiments. Im Rahmen des XXI. Gebirgs-Armeekorps wurde im Grenzgebiet zwischen Albanien und Montenegro das "Unternehmen Endlich" gegen Partisanen durchgeführt. Aufgabe des Regiments war die Zerschlagung von Partisanenansammlungen im Raum Berane und die Ausschaltung des dortigen Flugplatzes für die Landung alliierter Versorgungsgüter. Das Unternehmen dauerte bis zum 27. Juli 1944 und endete mit mäßigem Erfolg. Bereits ab 18. Juli 1944 nahmen Teile des Regiments am "Unternehmen Draufgänger" teil. Im Zuge des Unternehmens sollten die Versorgungszentren der Partisanen in Andrijevica und Berane am Lim erobert und die dort operierenden Partisanenverbände zerschlagen werden. Das Unternehmen wurde zum Mißerfolg und endete am 31. Juli 1944 mit erheblichen Verlusten an Personal und Material. Anfang August 1944 zeichnete sich ab, dass die Masse der kommunistischen Partisanen von Kroatien nach Serbien übertreten wollten, um sich mit der vorrückenden Roten Armee zu vereinigen. Ab dem 7. August startete daraufhin ein deutsches Unternehmen mit der 1. Gebirgs-Division, der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division, der 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS und von Südosten her der 21. SS-Waffen-Gebirgs-Division der SS, um dieses Vorhaben zu verhindern. Das Regiment beging in der Folgezeit zahlreiche Kriegsverbrechen (Niederbrennen von Ortschaften, Erschießung von Zivilisten) und hatte eine hohe Anzahl an Fahnenflüchtigen. Mitte September 1944 wurden die Reste des Regiments nach Pristina verlegt und dort am 17. September 1944 aufgelöst. Die letzten Reste des Regiments der 7.SS-Freiwilligen-Gebirgsdivision "Prinz Eugen" angegliedert.

Im Oktober 1944 wurde das Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 50 neu aufgestellt. Zur Aufstellung wurden Marine-Angehörige in das Regiment eingegliedert, das auch die Bezeichnung "Gruppe Skanderberg" trug. Die Gruppe nahm am Rückzug der deutschen Truppen aus Mazedonien teil und zog sich in Kämpfen mit bulgarischen Truppen und albanischen Partisanen auf die Dirna zurück. Anschließend marschierte das Regiment über Pristina - Mitrovica - Kraljevo - Uzice - Visegrad - Zvornik an der Drina nach Bujeljina. Ende November 1944 befand sich das Regiment im Rahmen der Kampfgruppe Fitzhum im Abschnitt beiderseits von Zvornik eingesetzt. Ab dem 5. Dezember wurde das Regiment zur Sicherung des Drina-Abschnitts bei Ljubovija bis zur Drina-Mündung eingesetzt, wo das Regiment ab dem 13. Dezember der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division unterstellt war. Zu besonders harten Kämpfen kam es am 19. Dezember bei der Räumung des Brückenkopfes von Zvornik.
Bei den Kämpfen im Raum Drinjaca wurde das I. Bataillon des Regiments durch Partisanen zerschlagen. Das III. Bataillon wurde im Februar 1945 in Bijeljina (Bosnien) eingeschlossen. Nach Entlassung der letzten 100 Albaner im Dezember 1944 und der Abkommandierung der Marine-Angehörigen in die Heimat verringerte sich die Stärke der "Gruppe Skanderberg" im März 1945 auf ein Bataillon. Im Raum Brcko wurde die Gruppe dann aufgelöst. Die verbliebenen Reste kamen zum II. / SS-Gebirgsjäger-Regiment 14.

Regimentskommandeure:

SS-Obersturmbannführer Jakob Hauser
 

Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. 2. Auflage. Band 5. Die Landstreitkräfte 31–70. Biblio-Verlag, Bissendorf 1977

Rolf Michaelis: Die Gebirgs-Divisionen der Waffen-SS. Michaelis-Verlag 1998