Division Denecke

 

1. Lebenslauf:

Die Division Denecke wurde im Januar 1945 als "Gneisenau-Verband" des Wehrkreises XI aus den Ersatztruppen der Division Nr. 471 aufgestellt. Am 24. Januar 1945 wurde die Division in Hannover auf die Bahn verladen und nach Osten transportiert. Am 25. Januar erreichte der Divisionsstab Küstrin. Von hier aus wurde am 26. Januar Dt. Krone erreicht. Anschließend sollte die Division bei Schneidemühl sammeln. Ein Großteil der Transporte der Division rollte jedoch bereits in russische Panzerspitzen hinein, so dass nur ein Teil der Division in Schneidemühl eintrafen:
- Kampfgruppe Infanterie-Regiment XI/ mit Regimentsstab und Stabskompanie, 1 Bataillonsstab und 2 Grenadier-Regimentern der Kampfgruppe Sparrer
- Kampfgruppe 5/XI mit Bataillonsstab, 3 Grenadier-Kompanien und schwerer Kompanie
- 2 Kranken-Kraftwagenzüge
Am 29. Januar 1945 mußte Friedberg geräumt werden. Die Division wich nach Landsberg und anschließend am 31. Januar nach Stargard aus. Hier trafen weitere versprengte Truppenteile der Division ein, darunter eine 3,7-cm Flak-Batterie I./850 und die 10,5-cm Flak-Batterie 1./335. Am 2. Februar 1945 erhielt die Division den Auftrag, den Abschnitt zwischen Oder und Stargard zu übernehmen. Hierzu wurden der Division unterstellt:
- eine Polizei-Kompanie z.b.V.
- die Kampfgruppen Bahn, Pyritz und Stargard
- III. / SS-Panzergrenadier-Regiment 8
Sperr-Kompanie 918
Aufgabe war, Fidichow, Bahn, Pyritz und die Enge zwischen Madü-See und Plön-See sowie Stargard zu halten. Die Linie konnte im Wesentlichen bis zum 6. Februar 1945 gehalten werden. Am 7. Februar wurden die Stellungen an die 4. SS-Polizei-Division übergeben und die Division verlegte in den Brückenkopf Greifenhagen.


Der Brückenkopf Greifenhagen am 7. Februar 1945

Die Division stand hier bis zum 15. Februar 1945 und kehrte dann in seine Stellungen bei Pyritz zurück, die sie von der 4. SS-Polizei-Division wieder übernahm. Hierzu wurde der Division auch der Stab und die II. / Fallschirm-Jäger-Regiment 26 unterstellt. Am 1. März 1945 wurde die Division Denecke umbenannt in 549. Volks-Grenadier-Division.

 

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
23. Januar 1945 stellv. Gen. Kdo. II. AK   Weichsel Schneidemühl
25. Januar XIV. SS   Weichsel Schneidemühl / Stargard
2. Februar stellv. Gen.Kdo. II. AK   Weichsel Stargard
11. Februar XXXIX. Pz. 11. Armee Weichsel Greifenhagen
15. Februar stellv. Gen.Kdo. II. AK   Weichsel Pyritz
8. März III. SS 3. Panzerarmee Weichsel Reglitz

 

2. Kommandeure:

Generalleutnant Denecke 23. Januar 1945

 

3. Gliederung:

Infanterie-Regiment Mensing

Artillerie-Abteilung Futtig

 

4. Literatur und Quellen:

Generalleutnant a.D. Denecke: Kriegstagebuch der "Gneisenau-Division" des Wehrkreises XI (Division Denecke) - 549. Volks-Grenadier-Division, Hildesheim 1955