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Zum Ende der Seite springen Kirchenaustritt 1933-1945
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GerhardTheo GerhardTheo ist männlich
geübter Neuling


Dabei seit: 15.02.2011
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Hallo Spätgeborene,

ich sehe da überhaupt keinen Gegensatz ob kath/evang.+ Nazi
ich erinnere mich, dass gerade unter den katholischsten die größeren Nazis waren.
Auch der Pfarrer hat zu seinem "Gott sei gegr." die Hand dabei gehoben.
Ich war 1945 fünf vorbei, und ich erinnere mich noch gut wenn meine Mutter sagte,
da schau her, jetzt kriechen "die" wieder bis zum Altar vor und jahrelang hat man sie
nicht gesehen!

Selber ist es mir und meiner Schweter auch passiert, so nach Mai 45, dass wir statt Gott
gegrüßt, den Hitler "geheilt" haben. Nachdem uns aber die rechte Hand mehrmals nach
unten gebogen wurden, haben wir das auch kapiert.

Bei dieser Gelegenheit:
Hatte es einen Grund, dass es bei der Luftwaffe keine uniformierten Militärgeistlichen gab?

G. zum G.
GT

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von GerhardTheo: 14.06.2012 14:13.

14.06.2012 14:10 GerhardTheo ist offline E-Mail an GerhardTheo senden Beiträge von GerhardTheo suchen Nehmen Sie GerhardTheo in Ihre Freundesliste auf
Jahrgang39
routiniertes Mitglied


Dabei seit: 16.05.2008
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Zitat:
Original von GerhardTheo
Hallo Spätgeborene,
ich sehe da überhaupt keinen Gegensatz ob kath/evang.+ Nazi
ich erinnere mich, dass gerade unter den katholischsten die größeren Nazis waren.


Da mag es landsmannschaftliche Unterschiede gegeben haben. Vielleicht waren die Ostmärker auch als Katholiken größere Verehrer des Führers!

Jedenfalls erlebte ich als kleiner Junge ganz andere Dinge. Unser Dorfpfarrer
nahm sich in den Jahren 1944/45 kein Blatt vor den Mund bei seinen Predigten, obwohl er wusste, dass Vertreter der GESTAPO in der Kirche anwesend waren. Er wurde wohl verhört und "gebeten", politische Äußerungen zu unterlassen. Aber dennoch ließ sich dieser aufrechte Pfarrer nicht einschüchtern.

Widerstand im eigentlichen Sinne gab es bei katholischen Geistlichen wahrscheinlich mehr als bei evangelischen Geistlichen. Und zwar deswegen, weil die unverheirateten katholischen Priester nicht auf
"eine Familie Rücksicht nehmen mussten".

Und natürlich gab es auch überzeugte Nazis bei Pfarrern beider
Konfessionen!

Gruß
Bert

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14.06.2012 16:05 Jahrgang39 ist offline E-Mail an Jahrgang39 senden Beiträge von Jahrgang39 suchen Nehmen Sie Jahrgang39 in Ihre Freundesliste auf
GerhardTheo GerhardTheo ist männlich
geübter Neuling


Dabei seit: 15.02.2011
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Hallo Jahrgang39,
ganz meine Rede.
Jede Religion, fanatisch betrieben, ist mir suspekt.
Auch wenn man sich jetzt distanziert, aber die strenge kath/evang. Gläubigkeit
hat dazu beigetragen die "Jesusmörder" durch die Nazireligion
zu vernichten. Das kann man auch nachlesen, z.B.:hier

Es mag schon sein, dass in ländlichen, bäuerlichen Strukturen die Bevölkerung
verführbarer war, ob das aber durch die Himmelsrichtung festgelegt war, wage
ich zu bezweifeln.
Übrigens Franz Jägerstätter war ein Ostmärker.

mit gleichaltrigem Gruß
Gerhard-Theo
14.06.2012 17:47 GerhardTheo ist offline E-Mail an GerhardTheo senden Beiträge von GerhardTheo suchen Nehmen Sie GerhardTheo in Ihre Freundesliste auf
Marianne
Ich bin neu hier


Dabei seit: 08.06.2012
Beiträge: 19

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Ich (höflich grüßend) möchte mich vorab entschuldigen, dass ich zunächst evtl. etwas zu emotional geantwortet habe.
Aber ich weiß schon auch rational, wovon ich rede. Denn ich hab eine katholische und eine evangelische Vorfahren-Linie. Die katholischen hatten es nicht innerlich mit Religion (wenn, dann nur schein-heilig), hatten aber Nazi-Abzeichen (die ich als kleines Kind auf dem Dachboden entdeckt habe). Die evangelischen hatten es auch nicht so arg mit der Religion (obwohl sie dafür in fernen Zeiten auf die Berge flüchten mussten), die hatten aber keine Nazi-Abzeichen, keine Ahnung, ob das ein Verdienst ist.

Alle miteinander sind aber nie aus der Kirche ausgetreten. Man will schließlich kirchlich beerdigt werden!

Ich wurde wegen dieser Religionsdifferenz als Baby 2mal getauft! Erstmal evangelisch, dann darüber katholisch! Die Verwandtschaft konnte sichnicht einigen. Doppelt hält besser! Ich bitte also, mich zu entschuldigen, dass ich als unschuldiges Kind doppelt Getaufte allergisch gegen Religionsfragen aller Art (Islam und ZJ o.a. eingeschlossen) geworden bin.


Da habe ich mir nun selbst überlegt, ja was redest du da, hat doch alles nix mit Kirchenaustritt 1933-1945 zu tun.

Aber genau das ist eben die Lücke im Denken. Es hat eben doch immer etwas zu tun mit allem, was da war und noch kommen wird, weil alles verwoben ist und alles nachwirkt.
Wen kann ich nun grüßen? Ich würde sehr gerne Menschen finden, die mich verstehen, die Ähnliches erlebt haben.
Naja, so viel habe ich mit der katholischen Kirche auch nicht erlebt, ich war ja nur ein Mädchen und durfte eh nicht in die Sakristei. Zum Glück.

Böses Mädchen sendet liebe Grüße, wird hoffentlich nicht gleich exkommuniziert.
Marianne
14.06.2012 18:47 Marianne ist offline Beiträge von Marianne suchen Nehmen Sie Marianne in Ihre Freundesliste auf
westermann
Arge-Mitglied


Dabei seit: 06.05.2009
Beiträge: 2.266

Themenstarter Thema begonnen von westermann
Kirchenaustritt SS-Angehöriger Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Guten Tag,
im Anhang der Nachweis für den Kirchenaustritt eines SS-Angehörigen. Dieser befand sich in einem Pfarrarchiv. Vielleicht ist es ein möglicher Rechercheansatz für bestimmte Personengruppen ? In anderen Archiven wurde personenbezogene Hinweise 1945 bewußt vernichtet, was vielleicht in kirchlichen Archiven erhalten blieb.
Beste Grüße, westermann

Dateianhang:
jpg 1937KA_Austritt.jpg (172,23 KB, 239 mal heruntergeladen)
14.06.2012 20:41 westermann ist offline Beiträge von westermann suchen Nehmen Sie westermann in Ihre Freundesliste auf
Linkja
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Dabei seit: 11.10.2009
Beiträge: 248

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Hallo,

Also Hitler war bis zu seinem Ende in der Katholischen Kirche und hat Kirchensteuer gezahlt.
Heydrich hat evangelisch geheiratet,

Es gibt genug Hochzeitsfotos mit Leuten in SA oder SS Uniform.

Mal Nachkrieg. Als mein Vater (katholisch) 1956 meine Mutter (evangelisch) heirate hat die katholische Kirche meinen Vater rausgeworfen.

Meine Großeltern also katholisch und evangelisch waren in der Partei und Sonntags in der Kirche, Weihnachtsbaum, Pfingsten und Ostern wurden gefeiert.
Auch meine kommunistische Verwandschaft war in der Kirche.

Grüße
Jens
15.06.2012 00:11 Linkja ist offline E-Mail an Linkja senden Beiträge von Linkja suchen Nehmen Sie Linkja in Ihre Freundesliste auf
Taiko
Arge-Mitglied und Vereinsmitglied


Dabei seit: 30.12.2009
Beiträge: 610
Herkunft: Schleswig Holstein

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Hallo Zusammen,

es ist bei vielen Bildern von Ehen wichtig zu unterscheiden, ob wir hier über eine Eheschliessung im Sinne der kirchlichen Vorgaben reden oder aber über die optisch ähnlichen "Eheweihen" bzw im Volksmund genannten "Braunen" Hochzeiten. Letztere waren ohne jeglichen kirchlichen Hintergrund und eine rein politische Aufführung, getreu den Vorgaben des schwarzen Korps...

Hierzu gibt es zahlreiche Beispiele (siehe Buch Ordensburg Vogelsang, Helios Verlag, S.25f) Die Eheweihe hatte als Vorgabe die Rassenreinheit, die sog. "absolute Ehetauglichkeit der Braut" sowie der restlose Nachweis der arischen Abstammung bis zum Stichtag 1.1.1800) Eingehendes kann man in den Ausführungen des Reichsorganisationsleiters Ley in seiner Schrift "Der Weg zur Ordensburg" entnehmen oder aber in Auszügen im von mir aufgeführten Buch zur Ordensburg Vogelsang entnehmen.

Einhergehend sind nach Inbetriebnahme der Ordensburg Mai 36 zahlreiche Kirchenaustritte in den angrenzenden Gemeinden und dem regionalen Einzugsbereich der Burg zu verzeichnen... Auszug 297 Kirchenaustritte von Mai 36 bis Ende Dez.36 in der evangelischen Kirche Gemünd (Gemäß den Aufzeichnungen Pfarrer Rocholls, sowie dem Gemünder Pfarrer H.Scheler) Zitat S. 25 ..."wer in der NSDAP Karriere machen will, für den ist der Austritt aus der katholischen oder evangelischen Kirche fast immer Voraussetzung...

Grüße Taiko
15.06.2012 00:46 Taiko ist offline E-Mail an Taiko senden Homepage von Taiko Beiträge von Taiko suchen Nehmen Sie Taiko in Ihre Freundesliste auf
kkn kkn ist weiblich
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Dabei seit: 06.04.2007
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Herkunft: Berlin

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Hi allseits,

finde das Thema ziemlich spannend:
das Verhalten (vorgeblich) gläubiger Menschen, die in der NS-Zeit ihr Mäntelchen
nach dem Wind hängen - ob nun dringeblieben, übergewechselt, ausgetreten und
1945 vll. sogar wieder eingetreten. Entspricht nicht so recht meiner Vorstellung von
Gradlinigkeit, von wirklichem Glauben; Bigotterie ...

Habe auch ein Beispiel, wie das so vor sich gehen konnte (ist belegt):
ein Familienvater in angesehener Position ist im Kirchenvorstand seiner Gemeinde;
und weil die "neuen Zeiten" so wunderbar sind, tritt die Ehefrau aus der evangel.
Kirche aus und wechselt zu den Deutschen Christen, woraufhin der Ehemann
(gezwungenermaßen) von seiner Position zurücktritt; daß auch er austrat und sich
zu den Gottgläubigen gesellte, ließ sich bisher nicht nachweisen.



Zitat:
Original von Linkja
Also Hitler war bis zu seinem Ende in der Katholischen Kirche
und hat Kirchensteuer gezahlt.

Hi Jens,

hast Du einen Nachweis dafür bzw. wo hast Du das gefunden?
Habe ein bißchen gesucht, jedoch keine Belege finden können.

Meine Frage:
Wurde auch damals (so wie heute) die Kirchensteuer in Abhängigkeit von den zu
zahlenden Steuern festgesetzt? Wer heute keine Steuern zu zahlen hat, zahlt auch
keine Kirchensteuer.

Bei A.H. ist nachgewiesen, daß er sich von jeder Steuerpflicht befreien ließ (die Akten
existieren); er mag ja in der Kirche geblieben sein - ob er aber Steuern gezahlt hat?

Grüße, Kordula
16.06.2012 09:17 kkn ist offline E-Mail an kkn senden Beiträge von kkn suchen Nehmen Sie kkn in Ihre Freundesliste auf
Jahrgang39
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Hitler soll keine Einkommensteuer gezahlt haben. So blieben seine Millioneneinnahmen aus "Mein Kampf" unversteuert. Da soll es eine Anweisung von "ganz oben" an den zuständigen Beamten des Finanzamtes München gegeben haben!

Dass der "Führer" Katholik war, das stimmt, doch Kirchensteuer - die ja an die Einkommensteuer gekoppelt ist - zahlte er in den letzten Jahren seines "Wirkens" wohl nicht.

Gruß
Bert

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16.06.2012 10:19 Jahrgang39 ist offline E-Mail an Jahrgang39 senden Beiträge von Jahrgang39 suchen Nehmen Sie Jahrgang39 in Ihre Freundesliste auf
kkn kkn ist weiblich
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Beiträge: 4.733
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Hi Bert uaa.,

dazu, daß A.H. in der Weimarer Zeit im Dauerstreit mit dem Finanzamt lag -
er versuchte erfolglos, sich arm und nahezu mittellos zu rechnen - und nach
1933 (Zeitpunkt läßt sich finden) überhaupt keine Steuern mehr zahlte,
gibt es eine Dokumentation.
Die beruht auf den erstaunlicherweise erhalten gebliebenen Steuerakten
(wurden vor einiger Zeit "ausgegraben"); ich versuche, das zu finden.

Inzwischen habe ich auch gefunden, daß lt. Konkordatsvertrag (1933/34)
die Kirchensteuer vom Arbeitgeber einzuziehen war klick:
    Erhebungsverfahren
    1934 wurde dann der Einzug der Kirchensteuer im Rahmen des seit
    1920 geltenden Lohnsteuerabzugs durch den Arbeitgeber ermöglicht.
So ist also meine obige Frage beantwortet:
wer wie A.H. keine Steuern zahlte, zahlte auch keine Kirchensteuer.
Quod erat demonstrandum - oder so großes Grinsen .

Grüße, Kordula
16.06.2012 10:38 kkn ist offline E-Mail an kkn senden Beiträge von kkn suchen Nehmen Sie kkn in Ihre Freundesliste auf
Linkja
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Dabei seit: 11.10.2009
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Kirchensteuer Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

dazu müsste man eine Gehaltsbescheinigung sehen.

Die Bürokratie ist ja wichtig. Als Reichskanzler und Reichspräsident hatte er ja sowas. Den Streit mit dem Finanzämter hatte er vor allen wegen den Einnahmen von "Mein Kampf" und Immobilien.

Und Streit mit dem Finanzamt haben viele, mich eingeschlossen.

Gefunden habe ich im Focus MONEY Magazin Freitag, 17.12.2004, 15:10
Als er schließlich 1933 Reichskanzler wurde, betrug seine Steuerschuld über 400 000 Reichsmark. Er hatte nachgewiesenes Einkommen als Reichskanzler von jährlich fast 45 000 Reichsmark hatte. Diese Einkünfte stellte Hitler damals großzügig für Witwen von SS-Angehörigen und Polizei-Witwen zur Verfügung.
Wonders las ich SA und SS Hinterbliebene und es war vorübergehend.


Auf jeden Fall war er katholisch und nicht ausgetreten,

Grüsse
Jens
16.06.2012 16:32 Linkja ist offline E-Mail an Linkja senden Beiträge von Linkja suchen Nehmen Sie Linkja in Ihre Freundesliste auf
Jahrgang39
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RE: Kirchensteuer Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Die Sache mit den Kirchenaustritten ist in der Tat ein sehr interessantes Thema. Zeigt es doch, wie damals der Kadavergehorsam unter Normalbürgern ausgeprägt vorhanden war.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen (SS, Amtswalter u.ä.) wurde kaum jemand zum Kirchenaustritt gezwungen. Ähnlich war es mit der Mitgliedschaft in der NSDAP - auch wenn man im öffentlichen Dienst war. Man wurde nicht zur Parteimitgliedschaft gezwungen, tat es aber, weil man den Kadavergehorsam unter Beweis stellen wollte oder sich von solchen Dingen Vorteile versprach. PGs wurden im öffentlichen Dienst schon bevorzugt, wenn sie nicht gerade "Flaschen" waren und schneller befördert!

Als Ende 1944 absehbar war, dass der Krieg verloren war, entwickelte sich manches anders. Man fand wieder im Glauben einen Halt. In den
Luftschutzkellern wurde während der Bombenangriffe gebetet. Zum Jahresende 1944 waren die Kirchen - trotz ständiger Bombenalarme - überfüllt.
Und einige Deutsche werden damals wieder in die Kirche eingetreten sein.
Damit wollte man sich ganz offensichtlich eine "Persilschein" für die Zeit nach dem verlorenen Krieg verschaffen.

Bei der Entnazifizierung war es dann so, dass mitunter argumentiert wurde, man wurde in die Partei "gepresst"; aber Gott sei Dank konnte man in Einzelfällen auch nachweisen, dass man gläubiger Christ war. Selbst Pfarrer der beiden Konfessionen wurden zu den Spruchkammerverhandlungen als Zeugen bemüht!

Gruß
Bert

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Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Jahrgang39: 16.06.2012 17:36.

16.06.2012 16:56 Jahrgang39 ist offline E-Mail an Jahrgang39 senden Beiträge von Jahrgang39 suchen Nehmen Sie Jahrgang39 in Ihre Freundesliste auf
GerhardTheo GerhardTheo ist männlich
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Hallo Allerseits,

was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde. Wie katholisch blieben eigentlich die Italiener im Militär. War der ital. Faschismus dem Nazitum, was Kirchenaustritte anbelangt,gleichzusetzten.
War der Mussolini religiös? Dass er, auch manche seiner Generäle sehr abergläubig war, ist mir bekannt, da habe ich wo einen Text dazu.

Eeine Frage möchte ich nochmals einstellen:

Weiß wer, warum es bei der Luftwaffe keine Militärgeistlichen gab?
Oder stimmt die Aussage nicht!

mfg
GerhardTheo
19.06.2012 09:37 GerhardTheo ist offline E-Mail an GerhardTheo senden Beiträge von GerhardTheo suchen Nehmen Sie GerhardTheo in Ihre Freundesliste auf
Jahrgang39
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Bei der Luftwaffe gab es in der Tat keine Planstellen für Wehrmachtspfarrer.

Siehe hierzu:

http://midosa.startext.de:8180/barch/Mid...99-e51f0ed20f43


http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen...smus_und_ns.htm

Und da stand Folgendes:

In Italien war die Kirche anfangs Mussolini nicht rein negativ gesinnt. Letzerer kam der Kirche durch den Erlass der Vermögenssteuer und die Erlaubnis, in den Schulen Kruzifixe aufhängen zu dürfen, entgegen.

Eine Lösung der über 60 Jahre anhaltenden ungeklärten Meinungsverschiedenheiten zum Beispiel über die Stellung des Papstes und die Ausdehnung des Kirchentaates blieb bis zum Abschluss der Lateranverträge 1929 aus. Mussolini jedoch schuf mit diesen Verträgen den Vatikanstaat und schuf somit eine Versöhnung zwischen Kirche und Staat.

Doch das Verhältnis der Kirchen zum italienischen Staat war von Höhen und Tiefen geprägt. Auch die Lateranverträge beinhalteten ein ähnliches Konkordat wie das zwischen dem Deutschen Reich und der Kirche.

Ähnlich wie beim Antisemitismus in Deutschland wehrte sich die Kirche auch nicht, als in Italien Verfolgungen stattfanden und sich organisierte Schlägertruppen bildeten. Wiederum fehlt ein Einschreiten des Papstes.

So hatten zwar beide Staatsführer mit der katholischen Kirche keine Anhänger gefunden, einer ernsthaften Konfrontation mussten sie allerdings nie begegnen. Im Gegenteil, die Kirche beugte sich sowohl dem Nationalsozialismus als auch dem Faschismus.


Gruß
Bert

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jahrgang39: 19.06.2012 11:08.

19.06.2012 10:32 Jahrgang39 ist offline E-Mail an Jahrgang39 senden Beiträge von Jahrgang39 suchen Nehmen Sie Jahrgang39 in Ihre Freundesliste auf
Johann Heinrich Johann Heinrich ist männlich
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Zitat:
Original von kkn
Inzwischen habe ich auch gefunden, daß lt. Konkordatsvertrag (1933/34)
die Kirchensteuer vom Arbeitgeber einzuziehen war klick:
    Erhebungsverfahren
    1934 wurde dann der Einzug der Kirchensteuer im Rahmen des seit
    1920 geltenden Lohnsteuerabzugs durch den Arbeitgeber ermöglicht.


Hallo Kordula,

deshalb weiter oben mein Hinweis, daß in der Kirchengemeinde oder dem entsprechenden Landeskirchenarchiv auf jeden Fall Aufzeichnungen des Kirchenrechnungsführers und/oder dem Finanzamt zu finden sein müssen.
Tritt jemand aus der Kirche aus, fallen für die Kirche die Steuereinnahmen weg - und diesen Wegfall wird das Finanzamt (oder das Standesamt, bei dem der Austritt erfolgte) der Kirche und ihrem zuständigen Kirchenrechnungsführer mitgeteilt haben.

Gruß, J.H.

__________________
Die Toten sterben, wenn sie vergessen werden, ein zweites Mal.
Peter Struck, Bundeminister d. Verteidigung a. D., † 2012
19.06.2012 13:46 Johann Heinrich ist offline Homepage von Johann Heinrich Beiträge von Johann Heinrich suchen Nehmen Sie Johann Heinrich in Ihre Freundesliste auf
westermann
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Guten Tag,
im Anhang ein Beispiel welches zwar etwas aus dem Zeitrahmen fällt, aber aus meiner Sicht besonders bemerkenswert ist. Ein SS-Angehöriger, Jahrgang 1912, schreibt 1940 in seinem Lebenslauf (Quelle: BArchB RuSHA), daß er als Junge mit 13 Jahren aus der ev.-luth. Kirche ausgetreten ist.
Beste Grüße, westermann

Dateianhang:
bmp KA_1925.bmp (96 KB, 11 mal heruntergeladen)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von westermann: 19.06.2012 17:12.

19.06.2012 17:07 westermann ist offline Beiträge von westermann suchen Nehmen Sie westermann in Ihre Freundesliste auf
GerhardTheo GerhardTheo ist männlich
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Hallo Jahrgang39,
Gute Recherche!
Ich finde die Inhalte deiner eingestellten Links äußerst präzise.Interessant sind die Parallelen der Ideologien bezüglich Kirche.
Versöhnung mit dem Vatikan, beide national ausgerichteten Staaten groß geworden durch das Wirtschaftswachstum, das man den beiden Führern zuschrieb.
Zudem ein Bollwerk gegen den Bolschewismus, Kommunismus.
International dementsprechend sogar hofiert, dass am 20.6.1927, also heute vor 85 Jahren der damalige brit. Schatzkanzler Winston Churchill gesagt hat "wäre ich Italiener wäre ich Faschist"

Wie bekannt, zerbröselte ab Sommer 1943 der ital. Faschismus ganz plötzlich. Die Gefahr aus dem Osten war keine mehr, oder das geringere Übel und die Angebote der Briten und Amerikaner kamen wie gerufen!

Mittlerweile habe ich auch den Grund gefunden(gegoogelt), warum es bei der Luftwaffe keine Militärgeistliche gab. Es gab einen Geheimerlaß von H.Göring vom 23.Nov.1939, der keine Seelsorge wünschte! unglücklich

Schöne Grüße
GerhardTheo

Gesucht: Alternative Möglichkeiten für W-Wachstum ! verwirrt
20.06.2012 12:10 GerhardTheo ist offline E-Mail an GerhardTheo senden Beiträge von GerhardTheo suchen Nehmen Sie GerhardTheo in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von GerhardTheo
Mittlerweile habe ich auch den Grund gefunden(gegoogelt), warum es bei der Luftwaffe keine Militärgeistliche gab. Es gab einen Geheimerlaß von H.Göring vom 23.Nov.1939, der keine Seelsorge wünschte! unglücklich

Die Luftwaffe sah sich vom Anfang als die modernste Teilstreitkraft der Wehrmacht. Und der dicke Hermann wollte dies wahrscheinlich auch damit unter Beweis stellen, dass man bei der Luftwaffe auf Wehrmachtspfarrer "problemlos verzichten" konnte.

Hätten die Nazis den Krieg gewonnen, wären die Religionen durch die Grundsätze und Vorgaben der NSDAP ersetzt worden. Solche Anfänge waren z.B. auch Einrichtungen wie die "Ordensburgen" und die "Weihestätten der SS".

Gruß
Bert

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20.06.2012 15:53 Jahrgang39 ist offline E-Mail an Jahrgang39 senden Beiträge von Jahrgang39 suchen Nehmen Sie Jahrgang39 in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,
Der Glaube des Duce
stelle aus Aufzeichnungen meines Onkels ein:

. . . . . . . Ich gehe allein in den Anlagen der Umgebung spazieren und sehe mir das Schloss Peters an, das nach seiner Zerstörung durch Bomben wieder aufgebaut wurde.
10.2. Heute wieder Reiten in der Halle. Löhr hat seit neuestem Schmerzen in der Wirbelsäule. Er erzählt heute vom Aberglauben der Italiener. Man glaubt dort an den "bösen Blick".Ein General stand im Verdacht, mit einem „bösen Blick“ behaftet zu sein und jeder wich ihm aus. Als er endlich doch einmal befördert werden musste und der Kriegsminister dem Duce die Beförderung vorlegte, erschrak letzterer. Er begann sofort auf Holz zu trommeln. Auch der Kriegsminister klopfte mit. Dem Duce schien das Mittel, den Bann abzuwehren zu schwach. So fasste er in die Hosentasche und griff nach seinem Penis, den er heftig schüttelte. Er begann zu schimpfen und zu schreien. Schließlich wurde der arme General pensioniert.


damals(5.2. - 15.2.43) wurde mit ital. und kroat. Generälen die Unternehmen Weiß I und II besprochen

Gruß
GerhardTheo

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20.06.2012 17:57 GerhardTheo ist offline E-Mail an GerhardTheo senden Beiträge von GerhardTheo suchen Nehmen Sie GerhardTheo in Ihre Freundesliste auf
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