Zerstörer Klasse Typ 36 A (Mob)

 

Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Schicksal
Z31 Deschimag, Bremen 1. September 1940 15. Mai 1941 11. April 1942 an Frankreich: Februar 1946
Z32 Deschimag, Bremen 1. November 1940 15. August 1941 15. September 1942 auf Grund: 9. Juni 1944
Z33 Deschimag, Bremen 22. Dezember 1940 15. September 1941 6. Februar 1943 an UdSSR: Februar 1946
Z34 Deschimag, Bremen 15. Januar 1941 5. Mai 1942 5. Juni 1943 selbstversenkt: 26. März 1946
Z37 Germaniawerft, Kiel 1940 24. Februar 1941 16. Juli 1942 ausgebrannt: 24. August 1944
Z38 Germaniawerft, Kiel 1940 5. August 1940 20. März 1943 an UK: Februar 1946
Z39 Germaniawerft, Kiel 1940 2. Dezember 1941 21. August 1943 an USA: 1946

 

Standardverdrängung Einsatzverdrängung Länge über alles Breite
2603 - 2657 ts 3542 - 3691 ts 127 m 12 m

 

Tiefgang Bunkerinhalt Fahrstrecke Besatzung
3,92 m 757 ts 2.990 sm bei 19 kn 327

 

Antriebsanlage: sechs Wagner-Kessel, zwei Satz Wagner Deschimag-Getriebeturbinen, 2 Wellen. Maschinenleistung: 70000 WPS; 36 kn.

Geschütze: vier 15 cm (4x1), vier 3,7 cm (2x2), sechs 2 cm (6xl).

Torpedorohre: acht 53,3 cm (2x4).

Seeminen: 60.

 

Entwurf:

Eigentlich sollten von dieser Klasse zehn Boote gebaut werden, in Folge verschiedener Entwurfsveränderungen wurden Z40 - Z42 aber nie gebaut. Die Zerstörer unterschieden sich von den Booten des Typs 36 A nur in der Anordnung der Generatoren. Gut unterscheiden lassen sich die Zerstörertypen durch die Form der Kappen auf den Schornsteinen. Der Typ 34 A Mob hatte eine größere Kappe auf dem vorderen Schornstein. Dadurch sollte die Brücke rauchfrei gehalten werden. Mob bedeutet "Mobilisierung" und deutet auf kriegsbedingte Änderungen zum Typ 36 A hin.

Abänderungen:

Die Boote kamen alle erst 1942/43 zur Flotte, weshalb sie schon in der Bauwerft eine 2-cm Vierlingslafette achtern hatten. Bis 1943 wurde das 2-cm Geschütz in Einzellafette vor der Brücke ebenfalls durch einen 2-cm Flakvierling ersetzt. Die Brückennocken wurden bis 1944 mit 2-cm Doppelflak ausgestattet. Eine Ausnahme bildete Z31, welcher in den Brückennocken ein Infra-Rot-Ortungsgerät eingebaut hatte. Die vollautomatische 3,7-cm Flak ersetzte die handbedienten 3,7-cm Geschütze. Z32 erhielt im Juni 1944 in Brest zweieinzelne 3,7-cm U-Boot-Geschütze an Stelle der 2-cm-Waffen mittschiffs. Die geplante "Barbara"-Flakumrüstung entsprach der von Z25 und Z30, aber nur Z39 wurde voll umgerüstet. Nachdem Z31 bei einem Gefecht Schaden genommen hatte, war der Doppelturm entfernt worden. Er wurde durch ein 10,5-cm Geschütz in Einzellafette ersetzt. Dadurch konnten vier 3,7-cm Flak in Doppellafette vor der Brücke und zwei Doppel- und zwei Einzellafetten mittschiffs aufgestellt werden. Z33 erlebte das Kriegende mit zehn 3,7-cm Flak: zwei Doppelflak vor der Brücke und zwei Doppel- und zwei Einzelflak mitschiffs. Das Geschütz 2 wurde an Z 34 abgegeben. Z34 bekam anstelle der vorderen 2 cm eine 4-cm-Bofort sowie 3,7-cm-Geschütze (automatische) in Einzellafette mittschiffs anstelle der 2-cm-Geschütze in Einzellafette. Ferner wurde der Zerstörer 1945 mit dem 8,6-cm-Raketen-Abschußgerät ausgerüstet. Am 26. April 1945 übernahm der Zerstörer noch einige Flak-Waffen des auf Grund liegenden Schweren Kreuzers Lützow. Bei Z37 und Z38 wurden kaum oder gar keine Veränderungen der Bewaffnung vorgenommen.