Ruhrstahl / Kramer X-4

 

Die X-4 war eine ab April 1944 entwickelte Luftkampfrakete mit BMW 109-548 Flüssigraketenmotor und Drahtfernlenkung. Der Geschoßkörper war mit kreuzförmigen Pfeilflügeln und kreuzförmigem Leitwerk versehen. Zur Stabilisierung drehte sich das Geschoß mit 60 Drehungen in der Minute. An zwei der Flügelenden befanden sich Spulen mit jeweils 5550 m Draht zur Lenkung des Geschosses. An den beiden anderen Flügelenden saßen zwei Leuchtpatronen zur Bahnverfolgung. Der Geschoßkopf mit einer Länge von 450 mm trug 20 kg Sprengstoff. Das Geschoß war mit einem Aufschlagzünder oder mit einem akustischen Zündkopf versehen. Bei Kriegsende befand sich diese Waffe noch in der Testphase, zum Einsatz gelangte sie nicht mehr.