U-Boot Typ XI (Projekt)

 

U-112, U-113, U-114, U-115

Bauwerft: Deschimag

Datum: 1939

 

Verdrängung aufgetaucht in ts Verdrängung getaucht in ts Abmessungen in m
3.140 3.930 114,96 x 9,5 x 6,17

 

Höchstleistung aufgetaucht Höchstleistung getaucht Höchstgeschwindigkeit aufgetaucht Höchstgeschwindigkeit getaucht

17.600 PS

2.200 PS 23,25 kn 7 kn

 

Fahrstrecke aufgetaucht Fahrstrecke getaucht Brennstoff Fracht
20.600 sm bei 10 kn
4.000 sm bei 22,7 kn
140 sm bei 2 kn
50 sm bei 4 kn
500 ts Diesel -

 

Motorenanlage: 8 x MWM 12-Zylinder Diesel-Motoren RS 38 Zw
Geschütze: 2 x 12,7-cm 
Bewaffnung: 4 Bug-, 2 Hecktorpedorohre, 12 Torpedos
Besatzungsstärke:  110 - 112

 

Der Typ XI war ein Entwurf eines Unterseeboots-Kreuzers. Bereits im März 1937 begannen hierzu die Planungen. Die Boote sollten in der Lage sein, den Kampf mit einem Hilfskreuzer oder einem Flottenführer auf weite Entfernungen aufzunehmen und zu führen. Die Flak-Artillerie sollte gegen Tiefflieger wirksam schützen. Ursprünglich war eine Artillerie-Bewaffnung mit zwei 15-cm C/28 in Doppeltürmen (nicht wasserdicht und druckfest) vorgesehen. Nach den Beschränkungen des deutsch-britischen Flottenabkommens wurde der Entwurf auf vier 12,7-cm Geschützen in Doppeltürmen umgewandelt. Die neuen Türme waren geschlossen und waren jeweils einer vor und einer hinter der Brücke angebracht. Der dazugehörige Entfernungsmesser befand sich im gepanzerten Gefechtsstand auf der Brücke. Geschütztürme und Gefechtsstand konnten direkt vom Bootsinneren besetzt werden. Außerdem waren zwei 3,7-cm Flak auf dem Oberdeck hinter der Brücke und eine 2-cm C/30 auf der Brücke sowie vier Bug-Torpedorohre sowie zwei Heckrohre projektiert. Das Boot hatte noch zwei Besonderheiten: Die erste war die Halbtauchanlage, mit der es dem Boot im Gefechtsfall möglich sein sollte, so weit abzutauchen, dass es nur noch 1 m bis zur Oberkante des Druckkörpers aus dem Wasser ragte und so ein kleineres Ziel abgab. Die zweite Besonderheit war das kleine Bordflugzeug, eine Ar 231, welche in einer druckfesten Röhre von 2,25 m Durchmesser und 7,50 m Länge platz finden sollte. Mit einem Kran sollte das Flugzeug auf das Wasser gesetzt werden und dort starten.
Bis Ende 1945 sollten nach dem Z-Plan 27 Boote gebaut werden. Auch eine entsprechende Flottille war schon in Planung, die 20. Unterseebootsflottille, die 1944 gebildet werden sollte. Im Januar 1939 wurden bei der Deschimag vier Boote bestellt. Bei Kriegsbeginn wurde das Programm auf Eis gelegt, da die Boote des Typs VII und IX vorrang hatten.