Schwimmende Flak-Batterie "Thetis"

 

Bootstyp:
Der Flak-Kreuzer "Thetis" war das ehemalige norwegische Küstenpanzerschiff "Harald Haarfagre".

Morsename: ?

Flaggenname: ?

Friedenskennung: -

 

Schiffsdaten (als Küstenpanzerschiff):

Kiellegung: 18. März 1896

Stapellauf: 4. Januar 1897

Indienststellung: Juni 1897

Bauwerft: Armstrong, Whitworth & Co

Besatzung: 225 Mann

Baukosten: unbekannt

Verdrängung: 3.380 ts standard

Länge über alles: 92,7 m

Breite: 14,8 m

Tiefgang: 5,38 m normal

Maschinenanlage: 3 Zylinderkessel, 2 Dreifach-Expansionsmaschinen

Anzahl der Wellen: 2

Leistung an den Wellen: 4.750 PS

Höchstgeschwindigkeit: 16,9 kn

Fahrbereich: 5.000 sm bei 10 kn

Bennstoffvorrat: 443 ts Kohle

Bewaffnung (bei Indienststellung):

Seeziel-Artillerie: 2 - 210 mm-L/45-Kanonen, 6 - 120 mm-L/45-Schnellfeuergeschütze, 6 - 12 pdr-Geschütze, 6 - 1.5 pdr-Geschütze

Flak: keine

Torpedos: 2 x 45-cm Torpedorohre

Wasserbomben: keine

Minen: keine

 

Bewaffnung (als Flak-Kreuzer):

Seeziel-Artillerie: keine

Flak: 6 x 10,5-cm Flak 38, 2 x 4-cm Bofors 14 x 2-cm Flak 30

Torpedos: keine

Wasserbomben: keine

Minen: keine

Ortungsgeräte: unbekannt

 

Kommandanten:

unbekannt

 

Beschreibung des Bootes:

unbekannt

 

Lebenslauf:

Die "Harald Haarfagre" versah bis 1918 Routinedienst, Ausbildungsfahrten und Auslandsbesuche. 1901 machte sie eine lange Fahrt entlang der norwegischen Küste mit dem Schwesterschiff "Tordenskjold" und dem neuen Küstenpanzerschiff "Norge" sowie dem Zerstörer "Valkyrjen". 1907 besuchte sie als erstes norwegisches Schiff nach der Unabhängigkeit Norwegens New York. 1911 diente sie als Begleitschiff der Staatsyacht von König Haakon VII. Während des Ersten Weltkrieges verblieb sie in norwegischen Gewässern, um die norwegische Neutralität zu sichern. Nach Kriegsende wurden einige Modernisierungsarbeiten an dem Schiff durchgeführt. In der zweiten Hälfte der 30er Jahre war es jedoch so veraltet, dass es nur noch als Wohnhulk verwendet wurde. Hierzu wurden die beiden 21-cm Geschütze aus dem Schiff entfernt. Die Maschinenanlage verblieb im Schiff. Bei der deutschen Besetzung Norwegens 1940 fiel das Schiff in deutsche Hände. Das Schiff wurde eingehend untersucht und dann nach Kiel gebracht, wo es bei den Deutschen Werken zu einer schwimmenden Flak-Batterie umgerüstet wurde. Am 1. Februar 1941 wurde das Schiff unter dem Namen "Thetis" bei der Kriegsmarine in Dienst gestellt. Die Verdrängung betrug nun 3.858 t. Die Thetis wurde in Nordnorwegen eingesetzt, so unter Anderem im Ofotfjord vor Narvik und im Altafjord, wo sie dem 
Schlachtschiff  "Tirpitz" Flakschutz geben sollte. In den letzten Kriegstagen lag die Thetis in der Kilbotnbucht südlich von Harstad, wo die Kriegsmarine ab Herbst 1944 einen U-Boot-Stützpunkt unterhielt. Nach Kriegsende wurde das Schiff an Norwegen zurück gegeben. Die Fla-Bewaffnung wurde ausgebaut und zum Küstenschutz verwendet, der Bootsrumpf wurde als Wohnschiff und zum Transport deutscher Kriegsgefangener verwandt. 1947 wurde das Schiff zum Abwracken verkauft und 1948 abgewrackt.

 

Literatur und Quellen:

Hans H. Hildebrand/Albert Röhr/Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien - ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart, Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford
Erich, D. Jung, M. Maass (Bearb.) Gröner: Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe 1939 - 45 und ihr Verbleib,