Siebelfähre 40
Siebelfähre 41

 

Die Siebelfähre 40war ein Provisorium, das aus der Notwendigkeit heraus entstand, im Rahmen der Vorbereitung des Unternehmens "Seelöwe" geeignete Landungsfahrzeuge für die Landung in England zu schaffen. Neben der Kriegsmarine beschäftigte sich auch die Luftwaffe mit diesen Planungen. Oberst Siebel kam daraufhin auf die Idee, das schwere Schiffsbrückengerät der Pioniere zu nutzen, um auf dessen Grundlage ein Landungsboot zu bauen. Vorteil dieser Konstruktion war, dass fast alle Teile bereits vorhanden waren. Je Schiffskörper wurde 1 Vorschiff-, 5 Mittel- und 1 Endponton verwendet. Beide Schiffskörper wurden durch eine mit Holzdielen abgedeckte Stahlträger-Konstruktion verbunden. Angetrieben wurden die Fähren von je 2x75-PS- (später bis 500 PS) V-8-Motoren am Heck sowie von 3 BMW-Flugzeugmotoren von je 300 PS, die an Deck aufgebockt waren. So erreichten die Boote Geschwindigkeiten von 14 km/h mit und 11 km/h ohne Zuschaltung der Flugmotoren. Die Fähren waren 21,6 m lang, 13,9 m breit und hatten beladen einen Tiefgang von 1,2 m. Die Höchstbeladung betrug 60 t oder 150 Mann.
Bei der Siebelfähre 41 hatte man je einen BMW-6-Flugmotor à 210 PS mit Wendegetriebe und Wasserschraubenantrieb installiert. Die Boote waren nun 24,3 m lang, 13,9 m breit und hatten beladen einen Tiefgang von 1,2 m. Die Zuladung betrug 60 t oder 250 Mann. Die Maximalgeschwindigkeit betrug beladen 12 km/h.
Insgesamt wurden etwa 400 der wenig seefähigen Siebelfähren in Auftrag gegeben, von denen knapp die Hälfte an die Front kam. Dabei wurde die Siebelfähre in unterschiedlichen Ausführungen gebaut:

- Transportfähren
- leichte Flak-Kampffähre
- schwere Flak-Kampffähre