Schwimmende Flak-Batterie "Nymphe"

 

Bootstyp:
Der Flak-Kreuzer "Nymphe" war das ehemalige norwegische Küstenpanzerschiff "Tordenskjold".

Morsename: ?

Flaggenname: ?

Friedenskennung: -

 

Schiffsdaten (als Küstenpanzerschiff):

Kiellegung: 18. März 1896

Stapellauf: 10. März 1897

Indienststellung: August 1898

Bauwerft: Armstrong, Whitworth & Co

Besatzung: 225 Mann

Baukosten: unbekannt

Verdrängung: 3.380 ts standard

Länge über alles: 92,7 m

Breite: 14,8 m

Tiefgang: 5,38 m normal

Maschinenanlage: 3 Zylinderkessel, 2 Dreifach-Expansionsmaschinen

Anzahl der Wellen: 2

Leistung an den Wellen: 4.750 PS

Höchstgeschwindigkeit: 17,14 kn

Fahrbereich: 5.000 sm bei 10 kn

Bennstoffvorrat: 443 ts Kohle

Bewaffnung (bei Indienststellung):

Seeziel-Artillerie: 2 - 210 mm-L/45-Kanonen, 6 - 120 mm-L/45-Schnellfeuergeschütze, 6 - 12 pdr-Geschütze, 6 - 1.5 pdr-Geschütze

Flak: keine

Torpedos: 2 x 45-cm Torpedorohre

Wasserbomben: keine

Minen: keine

 

Bewaffnung (als Flak-Kreuzer):

Seeziel-Artillerie: keine

Flak: 6 x 10,5-cm Flak 38, 2 x 4-cm Bofors 14 x 2-cm Flak 30, 2 x 2-cm Flak-Vierling (ab 1944)

Torpedos: keine

Wasserbomben: keine

Minen: keine

Ortungsgeräte: unbekannt

 

Kommandanten:

unbekannt

 

Beschreibung des Bootes:

unbekannt

 

Lebenslauf:

Die "Tordenskjold" versah bis 1918 Routinedienst, Ausbildungsfahrten und Auslandsbesuche. 1900 nahm sie an dem Besuch eines norwegischen Verbandes in Kiel teil. 1901 machte sie eine lange Fahrt entlang der norwegischen Küste mit dem Schwesterschiff "Harald Haarfagre" und dem neuen Küstenpanzerschiff "Norge" sowie dem Zerstörer "Valkyrjen". Während des Ersten Weltkrieges verblieb sie in norwegischen Gewässern, um die norwegische Neutralität zu sichern. Ab 1918 diente die "Tordenskjold" als Schulschiff, wobei sie insgesamt 18 Ausbildungsreisen unternahm. In den 1920er Jahren wurde ihre Fla-Bewaffnung modernisiert. Am 29. August 1933 explodierte eine Granate in einem der 21-cm-Geschütztürme und vier Seeleute verloren ihr Leben. Gegen Ende der 1930er Jahre wurde sie wegen Überalterung ausgemustert und als Hulk aufgelegt. Die beiden 21-cm-Kanonen wurden ausgebaut und bei der Küstenartillerie weiterverwendet. Die Maschinenanlage verblieb im Schiff. Bei der deutschen Besetzung Norwegens 1940 fiel das Schiff in deutsche Hände. Das Schiff wurde eingehend untersucht und dann nach Kiel gebracht, wo es bei den Deutschen Werken zu einer schwimmenden Flak-Batterie umgerüstet wurde. Am 1. Februar 1941 wurde das Schiff unter dem Namen "Nymphe" bei der Kriegsmarine in Dienst gestellt. Die Verdrängung betrug nun 3.858 t. Das Schiff war zunächst in Kiel stationiert und verlegte im August 1941 nach Tromsö. In den folgenden Jahren diente sie in Nordnorwegen dem Schachtschiff "Tirpitz" als Flakschutz. Nach der Versenkung des Schlachtschiffes am 12. November 1944 verlegte das Schiff nach Kiel, wo es bis Kriegsende verblieb. Nach dem Kriegsende wurde das Schiff an Norwegen zurück gegeben und im Schlepp nach Narvik überführt. Bei dieser Fahrt lief es am 17. Mai 1945 auf Grund und sank teilweise. Das Schiff wurde gehoben und erhielt in Norwegen seinen alten Namen zurück. Die Fla-Bewaffung wurde entfernt und der Schiffsrumpf als Wohnschiff verwendet- 1948 wurde das Schiff verschrottet.

 

Literatur und Quellen:

Hans H. Hildebrand/Albert Röhr/Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien - ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart, Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford
Erich, D. Jung, M. Maass (Bearb.) Gröner: Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe 1939 - 45 und ihr Verbleib,