Junkers Ju 90

 

Die Junkers Ju 90 ging aus einer Ausschreibung aus dem Jahre 1933 für ein viermotoriges Passagierflugzeug hervor. Der Prototyp wurde im Juni 1937 fertiggestellt. Sie war mit vier DB 600 A-Triebwerken ausgestattet. Nach dem Absturz der Maschine am 6. Februar 1938 wurden die Nachfolgemuster mit BMW 132-Triebwerken ausgestattet, die sich als zu schwach erwiesen. Auch diese Maschine stürzte bei ihrer Erprobung im November 1938 ab. Die Versuchsmuster V 4 bis V 8 waren bereits als Militärmuster geplant und gebaut und dienten zur Weiterentwicklung auf die Ju 290. Insgesamt wurden 13 Maschinen gebaut, die bei Kriegsausbruch alle in den Dienst der Luftwaffe übernommen wurden. 1943 ging die letzte Maschine durch Bruch verloren. Die Maschinen waren als freitragende Tiefdecker in Ganzmetallbauweise konzipiert, hatten freitragende Höhenflossen und ein doppeltes Seitenleitwerk. Angetrieben wurden die Maschinen von vier BMW 132-Triebwerken, die Kraftstoffkapazität betrug 4.400 Liter. Die Besatzung bestand aus vier Mann, die Maschinen konnten 40 Passagiere befördern. Die Maschinen waren 26,30 m lang, 7,50 m hoch und hatten eine Spannweite von 35,02 m. Die maximale Geschwindigkeit betrug 350 km/h, die Reichweite 2.092 km und die Dienstgipfelhöhe 5.750 m.