Heinkel He 176

 

Erstes funktionsfähiges Raketenflugzeug, entstanden in einer Zusammenarbeit von Heinkel und Wernher von Braun. In die Zelle einer »He 112« wurde ein Flüssigkeitsraketentriebwerk  eingebaut. Allerdings  explodierte der erste Prototyp bei den Startvorbereitungen, so daß erst der zweite Startversuch glückte. Nun wurde eine spezielle Zelle entwickelt, wobei speziell auf Leistung und Geschwindigkeit geachtet wurde. Zum Schutz des Piloten konnte der gesamte Rumpfvorderteil vom Flugzeug gelöst werden und schwebte am Fallschirm nach unten. Am 20. Juni 1939 gelang in Peenemünde der erste erfolgreiche Raketenflug der Welt. Allerdings zeigte die Luftwaffe wenig Interesse an der Entwicklung und verhängte Startverbot. Bei Kriegsbeginn, als alle Neuentwicklungen eingestellt werden mußten, wurde die einzige »He 176« in Kisten verpackt und ins Luftfahrtmuseum nach Berlin geschickt. Dort wurde die Maschine durch einen Luftangriff zerstört. Die »He 176« war 5,20 m lang, 1,44 m hoch und hatte eine Spannweite von 5,00 m. Angetrieben von einem HWK R 1-Raketenmotor erreichte sie eine Geschwindigkeit von 750 km/h. Die Reichweite betrug 110 km, die Gipfelhöhe betrug 9.000 m.