Heinkel He 116

 

Viermotoriger Fernerkunder, entwickelt 1937 nach einer Ausschreibung der Lufthansa für ein Langstrecken-Postflugzeug. Die Maschine wurde als Tiefdecker mit elliptischen Holz-Tragflächen konstruiert. Im Februar 1938 waren acht Maschinen fertiggestellt und gingen in die Erprobung. Dabei zeigten sie hervorragende Flugeigenschaften. Auch eine japanische Delegation interessierte sich für das Muster und kaufte zwei Maschinen, die am 23. April 1938 ausgeliefert wurden. Aber auch die Luftwaffe interessierte sich für die Maschine. Heinkel erhielt den Auftrag, die »He 116« als Fernerkunder zu entwickeln (»He 116 B«). Zu diesem Zweck wurden zwei Zivilmaschinen umgebaut, indem sie eine Vollsichtkanzel erhielten. Allerdings erwiesen sich die eingesetzten Motoren als zu schwach, so daß der Typ nicht weiterentwickelt wurde. Die Maschinen waren 13,70 m lang, 3,30 m hoch und hatten eine Spannweite von 22,00 m. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 375 km/h, die Reichweite 3.500 km und die Gipfelhöhe 7.600 m.

Insgesamt wurden 14 Maschinen gebaut, acht zivile Muster, zwei Maschinen für Japan und vier Maschinen für die Luftwaffe.