Heinkel He 100

 

Jagdeinsitzer, der als Konkurrenzentwurf zur »Me 109« entwickelt wurde. Der erste Prototyp, die V-1, absolvierte am 22. Januar 1938 seinen Jungfernflug. Die Maschinen waren mit einem neuartigen Kühlungssystem ausgestattet, welches das Kühlwasser unter Druck setzte, so daß es auf bis zu 110° C erhitzt werden konnte, ohne zu verdampfen. Doch schon die ersten Flüge zeigten, daß die hohen Temperaturen die Oberfläche derart strapazierte, daß diese sich verformte. Daher wurde ein einziehbarer Zusatzkühler eingebaut.

Maße der He 100 V-1

Spannweite: 9,42 m

Länge: 8,17 m

Höhe: 3,60

Leergewicht: 1791 kg

Fluggewicht: 2158 kg

Höchstgeschwindigkeit: 620 km/h

Gipfelhöhe: 6.000 m

Die V-1 war ursprünglich mit einem Daimler-Benz DB 601 Aa-Motor ausgestattet, die geplante Bewaffnung von einem MG/FF und zwei MG 17 wurde nicht eingebaut.

Der zweite Prototyp absolvierte am 17. Mai 1938 seinen Erstflug, auch diese Maschine war unbewaffnet. Zu Pfingsten 1938 stellte Udet mit dieser Maschine einen neuen Geschwindigkeitsrekord von 643,32 km/h auf. Mit der V-8 wurde dieser Rekord am 30. März 1939 auf 746,606 km/h verbessert. Nach einigem Hin und Her erhielt aber doch die »Me 109« den Zuschlag zum neuen deutschen Standardjäger der Luftwaffe. Heinkel hat daraufhin auf eigene Rechnung 25 Jagdflugzeuge bauen lassen, die als D-Serie bezeichnet wurden. Diese waren dann auch mit einem MG/FF und zwei MG 17 bewaffnet. Mindestens drei dieser Maschinen wurden nach dem Nichtangriffspakt an Rußland geliefert, eine kleine Serie ging nach Japan, wo sie unter der Bezeichnung AXHe 1 geflogen wurde. 12 Maschinen wurden als Werkschutzstaffeln bei den Heinkel-Werken in Rostock-Marienehe verwandt. Die restlichen Maschinen verblieben bei der Luftwaffe und wurden zu immer neuen Propaganda-Bluffs herangezogen. So wurden die Maschinen als neue Jäger »He 113« ausgegeben, dann als Nachtjäger ausgegeben.