Focke-Wulf Fw 187

 

Zweimotoriger, überschwerer Jagdeinsitzer. Nachfolger der erfolglosen »Fw 159«. Erstflug des ersten Prototyps, der V-1, im Frühjahr 1937. Die erreichte Höchstgeschwindigkeit von 525 km/h lag über der der damaligen Version der »Me 109«. Die Maschine war ein freitragender Tiefdecker mit langen und spitz durchgezogenen Motorgondeln für die zwei Jumo 210 D-Triebwerke. Der Rumpf hatte einen kleinen Querschnitt. Der zweite Prototyp, die V-2, war mit kürzeren Motorensteißen ausgestattet und mit sechs MG 17 in den Rumpfseitenwänden hinter der Kabine bestückt. Der dritte Prototyp, die V-3, erhielt die stärkeren Jumo 210 G-Triebwerke, die zwei untersten MG 17 wurden durch zwei MG/FF ersetzt. Nachdem das Reichsluftfahrtministerium die »Fw 187« zugunsten der »Me 109«, die etwa 25 km/h langsamer war, ablehnte, wurde eine zweisitzige Version entwickelt. Auch hier wurden wieder drei Prototypen, die V-4, die V-5 und die V-6 gebaut. V-4 und V-5 waren mit zwei Jumo 210 G-Triebwerken ausgestattet, V-6 mit zwei DB 600 A-Triebwerken. Mit diesen Triebwerken erreichte die V-6 eine Geschwindigkeit von 630 km/h.

Fw 187 A-0

Vorserienmaschinen, der V-4 und V-5 entsprechend. Zwei Mann Besatzung, bewaffnet mit vier MG 17 und zwei MG/FF starr nach vorne schießend. Das einziehbare Normalfahrwerk war hydraulisch bedienbar. Nach nur drei gebauten Maschinen stoppte das Reichsluftfahrtministerium auch diese Version zu Gunsten der »Me 110«. Die Maschinen wurden nicht an die Truppe abgegeben, sondern bei der werkseigenen Industrieschutzstaffel in Bremen eingesetzt. Ein Einsatz bei einer Jagdstaffel in Norwegen bis 1943 ist fraglich.