Flettner Fl 282 »Kolibri«

 

Beobachtungs- und Verbindungshubschrauber, Weiterentwicklung des »Fl 265«. Der Motor war in die Rumpfmitte verlegt worden, um dem Piloten eine bessere Sicht nach vorne zu geben. Dazu wurde auch das gesamte Rumpfvorderteil verglast. Die beiden gegeneinander laufenden Rotoren hatten einen Durchmesser von 12 m, der Rumpf hatte ein geschweißtes Stahlrohrfachwerk, das stoffbespannt war. Nur im Bereich der Triebwerksaufhängung war der Rumpf mit Blech verkleidet. Angetrieben von einem BMW Bramo Sh 14 A-Siebenzylinder-Sternmotor erreichte die Maschine eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Sie war 6,16 m lang, 12,3 m breit (mit Rotor) und 2,82 m hoch. Die Reichweite betrug 300 km, die Dienstgipfelhöhe 4.100 m. Die Maschinen waren einsitzig, es konnte aber ein zweiter Sitz zwischen Motor und Seitenflosse eingebaut werden.

Der »Fl 282« war der einzige Hubschrauber im Zweiten Weltkrieg, der im regulären Betrieb Dienst tat. Insgesamt wurden 24 Maschinen gebaut und z.B. bei der Transportstaffel 40 eingesetzt. Die Maschinen bewährten sich außerordentlich gut, so daß das Reichsluftfahrtministerium eine Serienfertigung von 1.000 Maschinen forderte. Die Produktion lief aber bis Kriegsende nicht mehr an, den Krieg überlebten nur drei Maschinen (zwei in den USA und eine in Rußland).

 

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