Tender Tsingtau

 

Der Flottentender Tsingtau wurde 1933 in Auftrag gegeben und lief am 6. Juni 1934 bei der Blohm & Voss-Werft in Hamburg vom Stapel. Am 24. September 1934 folgte seine Indienststellung. Das Schiff war 87,5 m lang, 13,5 m breit und hatte einen Tiefgang von 4,01 m. Der Dieselmotor brachte den Tender auf 17,5 kn. Die Bewaffnung bestand aus zwei 8,8-cm Flak und acht 2-cm Flak. Am 3. November 1934 wurde der Tender dem Befehlshaber der Aufklärungs-Streitkräfte als Schnellboot-Begleitschiff für die 1. Schnellboot-Flottille zugeteilt. Im Frühjahr 1940 wurde der Tender Tsingtau durch die Carl Peters abgelöst und im April 1940 der Inspektion des Bildungswesens der Marine als Kadettenschulschiff zugeteilt. Bereits im Juli 1940 wurde es dann Zielschiff für die 1. Torpedobootsflottille und ab dem 21. August Stützpunkt für Schnellboote in Rotterdam. Im Oktober 1940 wurde es Begleitschiff der 4. Schnellboot-Flottille, war dann 1941/42 für die neu aufgestellte 5., 6. und 7. Schnellboot-Flottille zuständig und kam am 24. Juni 1942 zur 8. Schnellboot-Flottille. Im Juli 1942 erfolgte die direkte Unterstellung unter den Führer der Schnellboote, im April 1943 kam der Tender dann zur 9. Schnellboot-Flottille. Im April 1944 wurde das Boot der neu aufgestellten 2. Schnellboot-Flottille zugeteilt, wo sie bis Kriegsende blieb. Bei Kriegsende fiel das Schiff den Briten zu. Es wurde bis 1947 in der IV. Minenräumdivision der GM/SA eingesetzt und 1950 in Großbritannien abgewrackt.

 

Kommandanten:

September 1934 - Februar 1938 Korvettenkapitän Ruhland

Februar 1938 - Dezember 1939 Kapitänleutnant Hinzke

März 1940 - Juli 1940 Kapitän zur See Kliner

Juli 1940 - Juli 1941 Kapitänleutnant Hermann Just

November 1941 - April 1943 Oberleutnant zur See der Reserve Freyer

April 1943 - Dezember 1943 Kapitänleutnant Karl Jacobson

Dezember 1943 - Mai 1945 Oberleutnant zur See Kmetsch