Schnellboot-Begleitschiff "Tsingtau"

 

Bootstyp:
Die "Tsingtau" war eine Einzel-Anfertigung.

Morsename: ?

Flaggenname: ?

Friedenskennung: ?

 

Schiffsdaten:

Kiellegung: 31. Oktober 1933

Stapellauf: 6. Juni 1934

Indienststellung: 24. September 1934

Bauwerft: Neptun-Werft, Rostock

Besatzung: 149 Mann

Baukosten: ?

Verdrängung: 2.490 ts

Länge über alles: 87,46 m

Breite: 13,5 m

Tiefgang: 4,91 m maximal

Maschinenanlage: Zwei MAN-4-Zylinder-Zweitakt-DM, mit zwei Vulkangetrieben

Anzahl der Wellen: 2

Leistung an den Wellen: 4.100 WPS

Höchstgeschwindigkeit: 17,5 kn

Fahrbereich: 8.500 sm bei 15 kn

Bennstoffvorrat: 174 t

Bewaffnung:

Seeziel-Artillerie: Zwei 8,8-cm Flak L/45 C 13 auf MPL 13

Flak: vier 2-cm FlaMG L/65 C 30 auf Sockellafetten C 30

Torpedos: keine

Wasserbomben: keine

Minen: keine

Minenräumgeräte: keine

Kommandanten:

Januar 1939 - April 1941 Kapitänleutnant Bening

April 1941 Oberleutnant zur See der Reserve Freyer

November 1941 - August 1944 Oberleutnant zur See Herbert Brandt

August 1944 - Oktober 1944 Kapitänleutnant der Reserve Vassel

Oktober 1944 - Mai 1945 Oberleutnant zur See der Reserve Wortmann

 

Beschreibung des Bootes:

Keine besonderen Merkmale

Lebenslauf:

Um für die neu aufzustellenden Torpedo-Schnellboote ein brauchbares Begleitschiff zu haben, ging man frühzeitig an den Bau eines solchen Spezialschiffes. Es war dazu bestimmt, die Schnellboots-Flottillen im Einsatz zu begleiten und diesen als mobile Stützpunkte zu dienen. Sie sollten hierzu die Besatzungen der Schnellboote aufnehmen können, sie fungierten als Depot für Munition, Torpedos, Verpflegung, Brennstoff und Ersatzteile. Auf den Begleitschiffen konnten auch kleinere Reparaturen durchgeführt werden, auch wenn die Schiffe keine Werkstattschiffe waren. Auf diese Weise sollte es den Schnellboot-Flottillen möglich sein, auch aus Häfen operieren zu können, die eigentlich nicht über die entsprechende Infrastrukturen verfügten. Am 24. September 1934 konnte die "Tsingtau", die bei Blohm & Voß in Hamburg gebaut wurde, in Dienst gestellt. Am 3. November 1934 trat das Schiff als Schnellboots-Begleitschiff zur 1. Schnellboots-Flottille. Ab Februar 1940 wurde es als Ausbildungsschiff für Fla-Waffen eingesetzt. Dazu wurde die Anzahl der 2-cm FlaMG auf acht erhöht. Im April 1940 wurde die "Tsingtau" der Inspektion des Bildungswesens unterstellt, um jetzt als Schulschiff zu dienen. Im April 1940 nahm das Schiff an der Besetzung Norwegens teil und kam am 1. Juli 1940 zur 1. Torpedoboots-Flottille, um hier als Zielschiff zu dienen. Ab dem 21. August 1940 war die "Tsingtau" Stützpunkt für Schnellboote in Rotterdam. Im Oktober 1940 wurde das Schiff Begleitschiff der 4. Schnellboot-Flottille, war dann 1941/42 für die neu aufgestellte 5., 6. und 7. Schnellboot-Flottille zuständig und kam am 24. Juni 1942 zur 8. Schnellboot-Flottille. Im Juli 1942 erfolgte die direkte Unterstellung unter den Führer der Schnellboote, im April 1943 kam der Tender dann zur 9. Schnellboot-Flottille. Im April 1944 wurde das Boot der neu aufgestellten 2. Schnellboot-Flottille zugeteilt, wo sie bis Kriegsende blieb. Bei Kriegsende fiel das Schiff den Briten zu. Es wurde bis 1947 in der IV. Minenräumdivision der GM/SA eingesetzt und 1950 in Großbritannien abgewrackt.