Schnellboot-Begleitschiff "Tanga"

 

Bootstyp:
Die "Tanga" war eine Einzel-Anfertigung, ursprünglich vorgesehen für die chinesische Marine

Morsename: ?

Flaggenname: ?

Friedenskennung: ?

 

Schiffsdaten:

Kiellegung: 13. April 1937

Stapellauf: 4. Dezember 1937

Indienststellung: 21. Januar 1939

Bauwerft: Neptun-Werft, Rostock

Besatzung: 225 Mann

Baukosten: ?

Verdrängung: 2.620 ts

Länge über alles: 96,20 m

Breite: 13,5 m

Tiefgang: 4,14 m maximal

Maschinenanlage: Zwei MAN-4-Zylinder-Zweitakt-DM, mit zwei Vulkangetrieben

Anzahl der Wellen: 2

Leistung an den Wellen: 4.100 WPS

Höchstgeschwindigkeit: 17,5 kn

Fahrbereich: 10.000 sm bei 15 kn

Bennstoffvorrat: 244 t

Bewaffnung:

Seeziel-Artillerie: Zwei 10,5-cm-SK L/45 C 32 in MPL C 32

Flak: zwei 3,7-cm Flak L/83 C 30 in Doppellafette C 30, vier 2-cm FlaMG L/65 C 30 auf Sonderlafette C 30

Torpedos: keine

Wasserbomben: keine

Minen: keine

Minenräumgeräte: keine

Kommandanten:

Januar 1939 - April 1941 Kapitänleutnant Bening

April 1941 Oberleutnant zur See der Reserve Freyer

November 1941 - August 1944 Oberleutnant zur See Herbert Brandt

August 1944 - Oktober 1944 Kapitänleutnant der Reserve Vassel

Oktober 1944 - Mai 1945 Oberleutnant zur See der Reserve Wortmann

 

Beschreibung des Bootes:

Keine besonderen Merkmale

Lebenslauf:

Mitte der 30er Jahre bestand in China die Bestrebung, eine Torpedoschnellbootflottille aufzustellen. Hierzu erhielt die Rostocker Neptun-Werft den Auftrag, die "Tanga" als Begleitschiff zu bauen. Nach dem Kriegsbeginn zwischen China und Japan war es jedoch nicht mehr klar, ob das Schiff China überhaupt noch würde erreichen können. Es wurde daher dem Deutschen Reich zum Kauf angeboten und 1938 angekauft. Am 21. Januar 1939 wurde das Schiff in Rostock als "Tanga" in Dienst gestellt. Das Schiff wurde der 2. Schnellbootsflottille zugeteilt und ab September 1939 in der Nordsee eingesetzt. Im März 1941 wurde er der neu aufgestellten 6. Schnellbootsflottille zugeteilt, im Oktober 1941 wurde es Stabsschiff des Befehlshabers der Kreuzer in Norwegen. Im Mai 1942 wurde es dann schließlich wieder Schnellbootbegleitschiff. Nach Kriegsende fiel das Boot an die USA. Es wurde bis Dezember 1947 im Rahmen des Deutschen Minenräumdienstes verwendet und anschließend an Dänemark abgegeben, wo es ab dem 20. Juni 1948 als Aegir in Dienst gestellt wurde. 1967 wurde das Schiff abgewrackt.

 

Kommandanten:

Januar 1939 - April 1941 Kapitänleutnant Bening

April 1941 Oberleutnant zur See der Reserve Freyer

November 1941 - August 1944 Oberleutnant zur See Herbert Brandt

August 1944 - Oktober 1944 Kapitänleutnant der Reserve Vassel

Oktober 1944 - Mai 1945 Oberleutnant zur See der Reserve Wortmann