Arado Ar 232

 

Transportflugzeug für große Transportlast, 1941/41 als Bindeglied zwischen der Ju 52 und den motorisierten Lastenseglern entwickelt. Für die Landung in vorderster Linie und unabhängig von Landepisten wurde ein neuartiges Fahrwerk entwickelt, das aus 22 kleinen Reifen bestand. Das normale Dreiradfahrgestell wurde zu Starts und Landungen auf befestigten Plätzen verwendet, auf unbefestigten Plätzen wurde mit dem neuen Fahrwerk gelandet. Durch die Anordung dieser Reifen trug die Maschine auch den Namen "Tausendfüßler". Der Rumpf war speziell für die Aufnahme von sperrigem Militärgut kastenförmig ausgebildet, das gesamte Heck konnte zum Beladen geöffnet werden. Der erste Prototyp, die V-1, hob Anfang 1942 ab. Sie wurde durch zwei BMW-801-Doppelsternmotoren mit jeweils 1600 PS angetrieben. Ab der V-2 wurde die serienmäßige Bewaffnung von einem MG 131 im Bug, einem MG151/20 im Drehturm auf der Rumpfoberseite und zwei MG 151 im Heck eingebaut. Die Maschinen waren 23,53 m lang, 6,6 m hoch und hatten eine Spannweite von 33,5 m. Die Besatzung bestand aus 4 Mann, die Nutzlast betrug 4500 kg. Insgesamt wurden 40 Maschinen gebaut.

 

Ar 232 A-Reihe

Reihe mit zwei BMW 801-Triebwerken. Von dieser Reihe wurden nur wenige Maschinen gebaut, da die Motoren vor allem bei der Jäger-Produktion verwendet wurden.

 

Ar 232 B-Reihe

Entsprach in der Zelle der A-Reihe, wurde aber durch von vier BMW-Bramo 323 R-2-Triebwerken von jeweils 1000 PS angetrieben, die die Maschine auf 308 km/h brachte. Die Reichweite betrug 1340 km mit 2700 Litern Treibstoff.

 

Wegen der Engpässe bei der Leichtmetall-Beschaffung wurde aus der Ar 232 die Ar 432 entwickelt.