Ziegler, Werner

 

* 30. April 1916, Hausach / Schwarzwald

Werner Ziegler trat 1936 in das Infanterie-Regiment 20 ein, wo er 1939 zum Leutnant befördert wurde. Am 3. Oktober 1939 wurde er Adjutant beim I. Bataillon des Infanterie-Regiments 186. Nach dem Frankreichfeldzug übernahm er am 1. Oktober 1940 die 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 186. Dieses führte er während des Balkanfeldzuges und zu Beginn des Rußlandfeldzuges. Bei den Kämpfen auf der Halbinsel Krim zeichnete er sich durch besondere Tapferkeit aus. Für seine Leistungen erhielt er am 31. Dezember 1941 das Ritterkreuz verliehen. Nach den schweren Stellungskämpfen am Mius im Winter 1941/42 zeichnete er sich im Sommer 1942 im Kuban-Gebiet erneut aus. Bei der Einnahme von Noworossisk hatte er mit seiner Kompanie entscheidenden Anteil, wofür ihm als Oberleutnant am 8. September 1942 das Eichenlaub verliehen wurde. Kurz darauf wurde er zum Hauptmann befördert und Führer des I. Bataillons. Am 1. Mai 1943 folgte im Raum Noworossisk seine Beförderung zum Major. Am 1. Juli 1943 mußte er sein Bataillon abgeben, um in den Stab des V. Armeekorps und anschließend in den Stab der 19. Panzerdivision versetzt zu werden. Am 6. März 1944 kehrte er als Führer zu seinem alten Grenadier-Regiment 186 zurück. Nach dem Verlust der Krim und der Evakuierung nach Ungarn wurde er am 1. Juni 1944 zum Oberstleutnant befördert und Kommandeur des Grenadier-Regiments 186. Im Herbst 1944 wurde er dann Kommandeur des Grenadier-Regiments 1112 und am 23. Oktober 1944 als Oberstleutnant mit den Schwertern ausgezeichnet. Schwer verwundet mußte er sein Kommando abgeben. Nach seiner Genesung wurde er dann in den Stab des V. Armeekorps kommandiert. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde.

1956 trat er in die Bundeswehr ein und wurde 1968 als Oberst in Pension.

 

Ritterkreuz (31. Dezember 1941) Eichenlaub (8. September 1942) Schwerter (23. Oktober 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011