Wuthenow, Kurt

 

* 15. April 1889, Allenstein

† 26. Januar 1981, (Überlingen am Bodensee)

 

Kurt Wuthenow trat am 23. März 1908 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Er kam dabei zum Ostpreußisches Ulanen-Regiment „Graf zu Dohna“ Nr. 8. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 27. Januar 1910 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 29. Januar 1908 datiert. Als solcher wurde er jetzt als Eskadronoffizier im Ostpreußisches Ulanen-Regiment „Graf zu Dohna“ Nr. 8 eingesetzt. Auch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 versah er in diesem Regiment seinen Dienst. Am 28. Januar 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 18. April 1917 wurde er zum Rittmeister befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Orden verliehen. Nach dem Krieg wurde er als Rittmeister mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Regimentsadjutant vom Reiter-Regiment 1 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als solcher in das 1. (Preußisches) Reiter-Regiment übernommen. Als Regimentsadjutant wurde er zumindest die ersten Jahre eingesetzt. Noch Anfang der 20iger Jahre wurde er dann zum Chef der 3. (Preuß.) Eskadron vom 14. Reiter-Regiment in Schleswig ernannt. Diese führte er dann über mehrere Jahre. 1927/28 wurde er dann in den Regimentsstab vom 14. Reiter-Regiment nach Ludwigslust versetzt. 1929/30 wurde er dann in den Stab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. April 1930 zum Major befördert. 1930/31 wurde er dann in den Regimentsstab vom 1. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Tilsit versetzt. Dort erhielt er jetzt seine Einweisung als Regimentskommandeur. Dabei wurde er am 1. April 1934 zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1934 als Nachfolger von Oberst Georg Stumme zum Kommandeur vom 1. Reiter-Regiment in Insterburg ernannt. An diesem Tag wurde sein Regiment bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht zum Reiter-Regiment Insterburg umbenannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Reiter-Regiment 1 in Insterburg ernannt. Als solcher wurde er zum 1. März 1936 zum Oberst befördert. Am 6. Oktober 1936 gab er sein Kommando an Oberst Hans-Karl Freiherr von Esebeck ab. Er wurde an diesem Tag als Oberst (E) in das Ergänzungsoffizierskorps überführt. Am 1. Oktober 1937 wurde er dann zum Kommandeur vom Wehrbezirkskommando (WBK) Hersfeld ernannt. Dieses Kommando behielt er dann für einige Jahre. Auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 blieb er weiter als solcher eingesetzt. Mitte Dezember 1940 gab er sein Kommando ab und wurde dafür am 15. Dezember 1940 zum Kommandeur vom Infanterie-Ersatz-Regiment 15 ernannt. Im Januar 1942 wurde er dann mit der Führung der neuen Feldersatz-Division E beauftragt. Nach nicht einmal einem Monat gab er seine Führung an Generalleutnant Friedrich-Karl von Wachter ab und wurde anscheinend dafür in die Führerreserve versetzt. Am 13. Juli 1942 wurde er dann zum Kommandeur vom neuen Infanterie-Regiment 114 ernannt. Mit diesem wurde er dann im Verband der 39. Infanterie-Division im Bereich der niederländischen Scheldemündung eingesetzt. Auch bei der Umbenennung des Regiments zum Grenadier-Regiment 114 war er noch weiter dessen Kommandeur. 1943 gab er sein Kommando ab und wurde dann zum Kommandeur vom Offizierslager für Kriegsgefangene IV D (Oflag IV D) in Elsterhorst ernannt. Als solcher wurde er zum 1. April 1943 zum Generalmajor befördert und dabei auch in den aktiven Dienst der Wehrmacht übernommen. Am 6. Oktober 1943 wurde er dann zum Kriegsgefangenen-Bezirks-Kommandant Norwegen in Oslo ernannt. Ende Juli 1944 gab er sein Kommando ab und wurde dabei anscheinend erneut in die Führerreserve versetzt. Am 28. Februar 1945 wurde er endgültig aus dem Dienst verabschiedet.