Witschel, Kurt

 

* 26. März 1915, Brieg / Niederschlesien

+ 14. April 1992, Vallendar

 

Kurt Witschel trat am 1. April 1934 in die 4. Kompanie des Infanterie-Regiments 7 ein und wurde 1935 zur 8. Kompanie des Infanterie-Regiments 28 versetzt. Mit dieser nahm er am Polen- und Westfeldzug teil und kämpfte ab Juni 1941 als Feldwebel in der 4. Kompanie in Rußland. 1942 wurde er zum Oberfeldwebel befördert und Zugführer in der 4. Kompanie. Bei den schweren Abwehrkämpfen Ende November 1942 an der Landbrücke von Demjansk zeichnete er sich als Führer der 2. Kompanie besonders aus und wurde, wofür ihm am 4. Januar 1943 das Ritterkreuz verliehen wurde. Am 1. Juni 1943 wurde er zum Leutnant befördert, am 1. Juni 1944 folgte die Beförderung zum Oberleutnant. Anfang Februar 1945 kämpfte er in der "Konradstellung" im slowakischen Erzgebirge und konnte hier eine beherrschende Höhe gegen mehrere russische Angriffe halten. Für diesen Abwehrerfolg wurde er am 11. März 1945 als Führer der 9. Kompanie mit dem Eichenlaub ausgezeichnet und anschließend zum Hauptmann befördert. Im April 1945 übernahm er die Führung des III. Bataillons. Bei Kriegsende geriet er bei Brünn in russische Gefangenschaft, aus der er im gleichen Jahr fliehen konnte.

Ritterkreuz (4. Januar 1943) Eichenlaub (11. März 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011