Weßling, Otto

 

* 23. September 1913, Bad Harzburg / Harz

+ 19. April 1944, Eschwege / Hessen (gef.)

 

Otto Weßling wurde im deutschen Luftsportverband zum Flugzeugführer ausgebildet und war seit 1937 als Kaufmann Reservist bei der Luftwaffe. Anfang 1940 kam er als Gefreiter zur 9. / Jagdgeschwader 3. Er nahm am Westfeldzug und an der Luftschlacht um England teil und errang dabei 8 Luftsiege. Am 1. Dezember 1940 wurde er zum Feldwebel befördert. Ab Sommer 1941 flog er in der III. / Jagdgeschwader 3 in Rußland. Am 25. Mai 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Nach seinem 50. Luftsieg mußte er verwundet auf russischem Gebiet notlanden und sich über mehrere Tage hinweg zu den deutschen Linien durchschlagen. Nach über 350 Feindflügen wurde er am 3. September 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde er zum Leutnant der Reserve befördert. Ab August 1943 flog er in der Reichsverteidigung und kam im Oktober 1943 zur IV. / Jagdgeschwader 3 und übernahm als Oberleutnant der Reserve die 11. Staffel des Geschwaders. Am 19. April 1944 wurde er bei Eschwege im Luftkampf tödlich abgeschossen. Insgesamt hatte er 83 Luftsiege errungen, davon 70 im Osten. Posthum wurde er am 20. Juli 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet und zum Hauptmann der Reserve befördert.

Ritterkreuz (3. September 1942) Eichenlaub (20. Juli 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011