Freiherr von Waldenfels, Rudolf

 

* 23. September 1895, Ingolstadt

† 14. August 1969, Rottach-Eggern

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Rudolf von Waldenfels trat am 17. August 1914 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 6. Chevauxleger-Regiment. In diesem wurde er am 22. Juli 1915 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde später auf den 15. November 1915 datiert. Nach dem Krieg wurde er als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Das Patent wurde dann auf den 1. September 1915 vordatiert. Im Frühjahr 1924 gehörte er zur 1. Eskadron vom 17. (Bayer.) Reiter-Regiment in Bamberg. Im Frühjahr 1925 gehörte er zur 3. Eskadron vom 17. (Bayer.) Reiter-Regiment in Ansbach. 1926 wurde er bei dieser zum Oberleutnant befördert, wobei das Rangdienstalter auf den 1. April 1925 festgelegt wurde. Im Frühjahr 1928 gehörte er dann zur 2. Eskadron vom 17. (Bayer.) Reiter-Regiment in Ansbach. Am 1. März 1930 wurde er dann bei dieser zum Rittmeister befördert. Im Frühjahr 1932 gehörte er dann wieder zur 3. Eskadron vom 17. (Bayer.) Reiter-Regiment in Ansbach. In den dreißiger Jahren war er als Major Leiter vom Spring-Lehrstall an der Kavallerie-Schule Hannover. Am 1. November 1936 wurde er dann zum Kommandeur der I. Abteilung vom 17. (Bayer.) Reiter-Regiment ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1938 zum Oberstleutnant befördert. Bei der Mobilmachung wurde er dann zum Kommandeur der Aufklärungs-Abteilung 10 ernannt. Am 1.März 1940 wurde er dann zum Kommandeur der Aufklärungs-Abteilung 24 ernannt. Am 12. November 1940 wurde er für eine Einweisung als Regimentskommandeur zum Schützen-Regiment 69 kommandiert. Am 15. April 1941 übernahm Freiherr von Waldenfels in Osterode das Schützen-Regiment 4. Zu dieser Zeit war er noch immer Oberstleutnant. Das Regiment führte er dann bei Beginn des Ostfeldzuges beim Angriff auf Nordrussland. Am 1. Oktober 1941 wurde er zum Oberst befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1940 festgelegt. Beim Vorstoß auf Leningrad erwarb er sich am 11. Oktober 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Am 1. April 1941 gab er sein Kommando ab. Direkt anschließend übernahm er die Schützen-Brigade 6. Auch bei deren Umbenennung im Juli 1942 zur 6. Panzer-Grenadier-Brigade war er weiter der Kommandeur. Bei der Auflösung der Brigade am 1. November 1942 wurde er von seinem Kommando entbunden. Im November 1942 übernahm er dann als Kommandeur die Abteilungsführerschule Paris. Im August 1943 gab er dieses Kommando ab. Dafür übernahm er am 22. August 1943 als Kommandeur die 6. Panzer-Division. Diese Position sollte er in den nächsten Jahren mehrmals wahrnehmen. Am 1. November 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Für die Führung der Division im Kessel von Kamenez-Podolsk erhielt er am 14. Mai 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Mit dem Rangdienstalter vom 1. Juni 1944 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 20. Januar 1945 wurde er der letzte Kommandeur der 6. Panzer-Division.

 

Ritterkreuz (11. Oktober 1941) Eichenlaub (14. Mai 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Ottmar Krug: Deutsche Generale 1918 -1945, Bundesarchiv Freiburg, Sig. MSG 109/10854, Vae - Zwe