Wagner, Eduard

 

* 1. April 1894, Kirchenlamitz

† 23. Juli 1944, Zossen (Selbstmord)

 

Eduard Wagner trat im Herbst 1912 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 12. Königlich Bayerisches Feld-Artillerie-Regiment. Am 2. August 1914 wurde er in diesem Regiment zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 30. Oktober 1912 datiert. Im 1. Weltkrieg wurde er dann am 18. April 1917 zum Oberleutnant befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er mit beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 beim Reichswehr-Artillerie-Regiment 21 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment. Er wurde bei diesem anfangs als Batterieoffizier eingesetzt. Im Frühjahr 1924 gehörte er dann zur 3. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Würzburg. Am 1. November 1924 wurde er zum Hauptmann befördert. Die nächsten beiden Jahre wurde er dann beim Stab der III. Abteilung vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Jüterbog verzeichnet. Spätestens ab dem Frühjahr 1927 wurde er dann für ca. 3 Jahre beim Stab der 3. Division der Reichswehr in Berlin eingesetzt. Im Frühjahr 1930 und 1931 gehörte er dann zur 1. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Würzburg. Im Frühjahr 1932 gehörte er dann zur 3. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Würzburg. Kurz darauf wurde er zum Major befördert. Am 1. April 1935 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er dann am 1. Oktober 1936 zum Abteilungschef im Generalstab des Heeres ernannt. Am 1. Oktober 1937 wurde er dann zum Oberst i.G. befördert. Ende 1938 war er Chef der 6. Abteilung (6. Abt) beim Oberquartiermeister I (OQu I). Zum Ende des Frühjahrs 1939 wurde er dann zum zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 10 in Regensburg ernannt. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 gab er sein Kommando ab und wurde wieder in den Generalstab des Heeres versetzt. Dort wurde er jetzt als Chef des Stabes vom Generalquartiermeister, Generalleutnant Eugen Müller, eingesetzt. Er führte hier erstmals Verhandlungen mit Reinhard Heydrich um die Einsätze von SS-Kräften in Polen zu regeln. Am 1. August 1940 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor zum Generalquartiermeister des Heeres ernannt. Im Frühjahr 1941 führte er mehrmals als Vertreter des Heeres die Verhandlungen mit Reinhard Heydrich und Kurt Daluege zur Abgrenzung der Kompetenzen zwischen SS und dem Heer für den Ostfeldzug. Dabei kam es dann auch zur Koordination der Einsatzgruppen. Daraus entstand dann am 28. April 1941 ein Abkommen, welches durch Generalfeldmarschall von Brauchitsch unterschrieben wurde. Direkt neben ihm bezog der Chef des Wirtschaftsstab Ost, Generalleutnant Dr. Wilhelm Schubert, sein Büro. Als Generalquartiermeister war er hauptverantwortlich für die schlechte Versorgung der eigenen Truppen mit Winterbekleidung im ersten Winter im Ostfeldzug. Dennoch wurde er am 1. April 1942 zum Generalleutnant befördert. Am 1. August 1943 wurde er dann noch zum General der Artillerie befördert. In den Plan zum Hitlerputsch vom 20. Juli 1944 war er stark involviert. Er stellte Oberst von Stauffenberg das Flugzeug zur Verfügung, welches ihn nach Berlin zurück brachte. Um der Verhaftung durch die Gestapo zu entgehen beging er am 23. Juli 1944 Selbstmord.