Voss, Hans-Erich

 

* 30. Oktober 1897, Angermünde / Brandenburg + 18. November 1969, Berchtesgarden

 

Hans-Erich Voss trat am 5. Juli 1915 als Kriegsfreiwilliger in die Kaiserliche Marine ein. Nach seiner Grundausbildung kam er an Bord des Schweren Kreuzers "Freya", im Oktober 1915 auf das Linienschiff "Hessen", am 27. April 1916 auf den Kleinen Kreuzer "Berlin" und am 15. Februar 1917 auf den Kleinen Kreuzer "Nürnberg". Von August bis November 1917 absolvierte er einen Navigationslehrgang an der Marineschule Flensburg-Mürwik und wurde am 17. September 1917 zum Leutnant befördert. Anschließend kehrte er auf den Kleinen Kreuzer "Nürnberg" zurück. Am 16. November 1918 wurde er dann zur I. Marine-Inspektion versetzt und am 27. März 1919 in die Reserve versetzt, wo er vom 27. Januar 1919 bis zum 30. September 1920 Dienst beim 3. Reserve-Schützenregiment der Garde-Landesschützen-Abteilung tat. Am 1. Oktober 1920 reaktiviert, wurde er Kompaniechef bei der Schiffsstamm-Division "Nordsee", wo er am 10. Januar 1921 zum Oberleutnant zur See befördert wurde. Am 25. Mai 1921 wurde er erst Wachoffizier und dann Adjutant auf dem Kreuzer "Arcona", am 23. September 1923 wurde er Sportausbilder bei der Mainestation der Nordsee. Am 22. März 1926 wurde er Wachoffizier auf dem Segelschulschiff "Niobe" und am 2. Januar 1927 auf das Linienschiff "Elsaß" versetzt. Dort wurde er am 1. Januar 1928 zum Kapitänleutnant befördert. Am 1. Oktober 1929 wurde er Kompaniechef bei der I. Marine-Artillerie-Abteilung und am 29. September 1930 Ausbilder an der Küsten-Artillerieschule. Vom März 1934 bis zum Oktober 1935 zur Marineleitung versetzt, wurde er am 1. Oktober 1934 zum Korvettenkapitän befördert. Am 4. Oktober 1935 erhielt er eine Baubelehrung auf dem Panzerschiff "Admiral Graf Spee" und wurde am 6. Januar 1936 1. Artillerie-Offizier auf dem Schiff und am 1. November 1937 zum Fregattenkapitän befördert. Am 1. April 1938 wurde er dann Kommandeur der 3. Marine-Unteroffiziers-Lehrabteilung und am 25. März 1939 gleichzeitig mit der Aufstellung der Marine-Artillerie-Abteilung "Memel" beauftragt. Am 23. August 1939 wurde er Admiralsstabsoffizier beim Marinegruppenkommandos Ost und am 1. November 1939 zum Kapitän zur See befördert. Gleichzeitig wurde er 1. Admiralstabsoffizier beim Befehlshaber der Seestreitkräfte Danziger Bucht. Von November 1939 bis Januar 1942 war er Chef der Kommandoabteilung im Marinekommandoamt beim OKM und dann Chef der Kommandoamtsgruppe im Marinekommandoamt. Am 5. Oktober 1942 zum Kommandanten des Schweren Kreuzers "Prinz Eugen" ernannt, wurde er bereits am 1. März 1943 als ständiger Vertreter des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine in das Führerhauptquartier versetzt. Dort wurde er am 1. März 1943 zum Konteradmiral befördert. Am 20. Juli 1944 in der Besprechungsbaracke anwesend, wurde er beim Attentat auf Hitler verwundet. Am 1. August 1944 wurde er dann zum Vizeadmiral befördert. Bei den Endkämpfen um Berlin geriet er am 30. April 1945 in Gefangenschaft, aus der er im Januar 1955 entlassen wurde.