Usinger, Christian

 

* 21. August 1894, Wilhelmshaven

† 8. März 1949, Suja bei Iwanowo (Sowjetunion)

 

Christian Usinger trat am 1. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Ostpreußisches Fußartillerie-Regiment „von Linger“ Nr. 1. 1915 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im Ostpreußisches Fußartillerie-Regiment „von Linger“ Nr. 1 eingesetzt. 1920 wurde er aus dem Heer verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Oberleutnant verliehen.

Er trat dann 1921 als Oberleutnant der Polizei in den Polizeidienst ein. Er kam dabei zum Ministerium des Inneren. 1924 wurde er zum Führer der Kraftfahrbereitschaft der Polizei ernannt. Am 7. April 1924 wurde er zum Hauptmann der Polizei befördert. Als solcher hat er dann am 5. Juni 1926 Elisabeth Hahn geheiratet. 1935 wurde er dann zum Major der Polizei befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er dann als Major am 1. Oktober 1935 in das Heer übernommen. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Februar 1935 festgelegt. Er wurde dann für die nächsten Jahre zum Kommandeur der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 13 in Magdeburg ernannt. In dieser Position wurde er am 1. Oktober 1937 zum Oberstleutnant befördert. Bei der Mobilmachung zum 2. Weltkrieg im Sommer 1939 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt zum Kommandeur eines bisher unbekannten Artillerie-Regiment ernannt. Am 1. Oktober 1940 wurde er zum Oberst befördert. Im Dezember 1941 wurde er dann zum Artillerie-Kommandeur 146 (Arko 146) ernannt. Anfang Januar 1942 führte er eine Gruppe beim XXIV. Armeekorps (mot.). Ende April 1942 wurde er dann zum Artillerie-Kommandeur 110 (Arko 110) ernannt. Mit diesem wurde er jetzt beim Generalkommando XXX: Armeekorps auf der Krim eingesetzt. Am 19. September 1942 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Am 20. Oktober 1942 wurde er dann mit der Führung der 223. Infanterie-Division im Nordabschnitt der Ostfront beauftragt. Am 1. Dezember 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Damit wurde er dann auch zum Kommandeur der 223. Infanterie-Division ernannt. Zum 1. September 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Ende September 1943 gab er sein Kommando über die sich langsam auflösende Division ab und wurde daraufhin in die Führerreserve versetzt. Anfang Oktober 1943 wurde er zum Höherer Artillerie-Kommandeur 315 (HArko 315) ernannt. 1944 wurde er kurzzeitig mit der stellvertretenden Führung der 81. Infanterie-Division beauftragt. Für seine Leistungen als Führer der 81. Infanterie-Division wurde ihm am 15. September 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 20. April 1945 wurde er dann in Kurland noch mit der Führung vom Generalkommando I. Armeekorps beauftragt. Bei der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht Anfang Mai 1945 geriet er dann im Raum Prekuln in Kurland in sowjetische Gefangenschaft. In dieser wurde er dann die nächsten Jahre in verschiedenen Lagern festgehalten. Dort ist er dann im Frühjahr 1949 verstorben.

 

Ritterkreuz (15. September 1944)