Traenckner, Walter

 

* 25. Oktober 1878, Burgstädt in Sachsen

† 11. Januar 1946, Lager Mühlberg

 

Walter Traenckner trat am 20. März 1899 als Fahnenjunker in die Königlich Sächsische Armee ein. Der Sohn eines Amtsrichters kam dabei zum 1. Königlich Sächsisches Train-Bataillon Nr. 12 in Dresden. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 24. August 1900 beim 2. Königlich Sächsisches Train-Bataillon Nr. 19 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den gleichen Tag datiert. Ab dem 1. Oktober 1906 wurde er dann als Bataillonsadjutant im Train-Bataillon Nr. 19 eingesetzt. Am 22. Mai 1908 wurde er zum Leutnant ohne Patent befördert. Sein Patent als Oberleutnant hat er dann am 25. Januar 1909 erhalten. Am 1. Oktober 1913 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Rittmeister zum Eskadronchef ernannt. Vor Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er als solcher zur 2. Königlich Sächsische Train-Abteilung Nr. 19. Bei Beginn des 1. Weltkrieges wurde er dann zum Kommandeur der Proviant-Kolonne 6/XIX ernannt. Ab dem 10. März 1915 wurde er dann als Führer der großen Bagage der 58. Infanteriedivision eingesetzt. Diese Position bekleidete er dann fast zwei Jahre. Am 6. März 1917 wurde er dann zum Kommandeur der Artillerie-Munitions-Kolonne 450 ernannt. Am 1. April 1918 wurde er zum Kommandeur vom Staffelstab 77 ernannt. Diese Funktion behielt er dann bis zum Ende des Krieges. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm auch beide Eisernen Kreuze und andere Auszeichnungen verliehen. Anfang 1919 kam er dann wieder zur 2. Königlich Sächsische Train-Abteilung Nr. 19. Bei dieser wurde er jetzt als Chef der 3. Eskadron eingesetzt. Am 15. Februar 1919 hat er Charlotte Petzoldt geheiratet. Im Herbst 1919 wurde er dann als Rittmeister in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er jetzt zur Reichswehr-Feld-Kolonne 73. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dann zur Fahr-Abteilung 19 der Reichswehr-Brigade 19. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres wurde er dann in die 4. Fahr-Abteilung übernommen. Bei dieser wurde er dann das erste Jahr als Eskadronchef eingesetzt. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann für die nächsten Jahre als Sanitäts-Fahrpersonal in die 4. (Sächsische) Sanitäts-Abteilung versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1923 auch zum Major befördert, wodurch er der ranghöchste Offizier dieser Einheit wurde. Am 1. Februar 1925 wurde er dann zum Kommandeur der 4. Fahr-Abteilung in Dresden ernannt. Diese Funktion übte er erneut einige Jahre aus. Als solcher wurde er am 1. November 1928 auch zum Oberstleutnant befördert. Am 31. Januar 1929 gab er sein Kommando über die 4. Fahr-Abteilung ab. Er wurde an diesem Tag auch aus der Reichswehr verabschiedet.

Ab dem 1. Februar 1929 wurde er dann als Vertreter des Vorstandes der Beständeverwaltung Leipzig eingesetzt. Am 1. April 1931 wurde er dann zum Vorstand der Bezirks-Beständeverwaltung Dresden ernannt. Am 1. Oktober 1933 wurde er als solcher wieder für die Reichswehr aktiviert. Vermutlich gehörte er als Oberstleutnant jetzt zum Landesschutz-Offizierskorps. Am 1. Dezember 1934 wurde er dann während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht zum Ausbildungsleiter in Glauchau ernannt. Diese Funktion übte er dann mehrere Jahre aus. Als solcher wurde er dann 1935 als Oberstleutnant (E) in das Ergänzungs-Offizierskorps übernommen. Am 1. Januar 1937 wurde er dann als Ausbildungsleiter Glauchau zum Oberst (E) befördert. Am 31. Januar 1939 gab er seinen Posten als Ausbildungsleiter ab. Am gleichen Tag ist er dann auch aus der Wehrmacht ausgeschieden.

Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg wurde er dann am 26. August 1939 zum Kommandeur vom Stammlager für Kriegsgefangene IV A (Stalag IV A) in Elsterhorst ernannt. Ab dem 1. Juni 1940 wurde er dann als Bezirkskommandeur zur Militärverwaltung Frankreich versetzt. Am 13. September 1940 wurde er dann zum Kommandeur vom Offizierslager IV D (Oflag IV D) in Elsterhorst ernannt. Dabei handelte es sich um sein vorheriges Lager, welches jetzt hauptsächlich mit französischen Offizieren belegt war. Als Kommandant wurde er zum 1. Juli 1942 zum Generalmajor befördert. Am 30. Dezember 1942 gab er sein Kommando über das Oflag IV D ab und wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Am 30. April 1943 wurden seine Mobilmachungsbestimmungen aufgehoben. Am 31. August 1943 wurde auch noch seine z.V. Stellung aufgehoben. Nach Kriegsende wurde er dann von den Besatzungstruppen der Roten Armee verhaftet und in das Lager Mühlberg verschleppt. Dort ist er dann Anfang 1946 verstorben.