Thyben, Gerhard

 

* 24. Februar 1922, Kiel

+ 4. September 2006, Santiago de Cali (Kolumbien)

 

Gerhard Thyben trat am 3. Juli 1940 als Kriegsfreiwilliger in die Luftwaffe ein und kam nach seiner Ausbildung zum Jagdflieger Anfang November 1942 als Unteroffizier und Flugzeugführer zur 6. Staffel des Jagdgeschwaders 3. Am 26. Februar 1943 errang er in Rußland seinen ersten Luftsieg. Im Sommer 1943 nahm er mit dem Jagdgeschwaders 3 an der Schlacht um Kursk teil und wurde ab September 1943 bei der Reichsluftverteidigung eingesetzt. Am 6. September 1943 erhielt er als Unteroffizier den Ehrenpokal der Luftwaffe. Am 1. Januar 1944 zum Leutnant befördert, wurde er im April 1944 zum Jagdgeschwader 54 in den Nordabschnitt der Ostfront versetzt und war hier zunächst Technischer Offizier in der 5. Staffel und übernahm im Juli 1944 die Führung der 4. Staffel. Am 30. September 1944 erzielte er seinen 100. Luftsieg. Nach 116 Luftsiegen wurde er am 6. Dezember 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 1. Januar 1945 wurde er Staffelkapitän der 7. Staffel und führte diese über Kurland. Am 9. Februar 1945 wurde ihm als Oberleutnant nach 150 Luftsiegen das Eichenlaub verliehen. Am 8. Mai 1945 errang er seinen letzten, den 157. Luftsieg. Bei Kriegsende geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er am 10. Juli 1945 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (6. Dezember 1944) Eichenlaub (8. April 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011