Sonntag, Christian

 

* 27. September 1910, Pressig / Oberfranken + 3. April 1945, Le Verdon / Frankreich  

 

Christian Sonntag trat am 4. April 1929 in die bayerische Landespolizei ein und wurde am 15. Oktober 1935 in das Infanterie-Regiment 21 versetzt und so in das Heer übernommen. Am 1. Oktober 1936 wurde er in die 9. / Infanterie-Regiment 110 versetzt, am 3. November 1938 kam er in das Grenz-Infanterie-Regiment 127. Am 1. November 1939 wurde er dann als aktiver Offizier zum Leutnant und Oberleutnant befördert und nach seiner Teilnahme am Westfeldzug 1940 im November 1940 als Kompaniechef in das Infanterie-Regiment 256 versetzt. Mit dieser kämpfte er ab Juli 1941 in Rußland und wurde hier am 1. Februar 1942 zum Hauptmann befördert. Am 1. Januar 1943 folgte die Beförderung zum Major und kurz darauf wurde er Kommandeur des I. Bataillons des Grenadier-Regiment s256. Am 25. März 1943 wurde er für seinen Einsatz bei Orel mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet und zeichnete sich anschließend beim Ausbruch aus dem Kessel von Tscherkassy besonders aus, wofür er am 12. Februar 1944 als Führer der Divisionsgruppe 255 das Ritterkreuz erhielt. Am 1. April 1944 wurde er zum Oberstleutnant befördert und Führer des Grenadier-Regiments 248. Am 18. August 1944 wurde er bei der Verteidigung des Weichselbrückenkopfes Baranow schwer verwundet und am 5. September 1944 für die Abwehrleistungen seines Regiments mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 1. November 1944 zum Oberst befördert, wurde er nach seiner Genesung am 15. November 1944 Kommandant der Seefestung Le Verdon (Gironde Süd) an der französischen Atlantikküste. Bei der Verteidigung der Festung ist er am 3. April 1945 gefallen.

Ritterkreuz (12. Februar 1944) Eichenlaub (5. September 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011