Schwartz, Wolfgang

 

* 5. Juli 1872, Berlin

† 1945,

 

Wolfgang Schwartz trat am 1. Oktober 1892 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Der Sohn vom Bankier Karl Schwartz kam dabei zum Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 nach Hanau. Bei diesem wurde er am 20. Mai 1893 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 19. Dezember 1893 zum Sekondeleutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den gleichen Tag datiert. Als solcher wurde er dann als Eskadronoffizier im Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 eingesetzt. 1897 wurde er dann zum Regimentsadjutant vom Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 in Hanau ernannt. Diese Funktion übte er dann für etwa drei Jahre aus. Dabei wurde er am 1. Januar 1899 durch die Umbenennung seines Dienstgrades zum Leutnant ernannt. Am 23. März 1901 wurde er für ein Jahr beurlaubt. Nach einem Jahr trat er als Eskadronoffizier wieder seinen Dienst im Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 an. Am 11. September 1903 wurde er dann in seinem Regiment zum Oberleutnant befördert. Am 21. Mai 1906 wurde er erneut beurlaubt. 1907/08 wurde er dann wieder als Regimentsadjutant vom Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 verwendet. 1908 hat er Florentine von Werner geheiratet. Am 27. Januar 1909 wurde er zum Rittmeister befördert. Als solcher wurde er am 21. Dezember 1909 zum Chef der 5. Eskadron vom Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 ernannt. In dieser Funktion wurde er auch noch kurz vor dem Beginn vom 1. Weltkrieg im Sommer 1914 verwendet. Er kam dann auch als solcher bei Kriegsausbruch an die Front. Am 24. Dezember 1914 wurde er als Adjutant zur 50. Infanterie-Division versetzt. Am 5. März 1915 wurde er als Adjutant zur 56. Infanterie-Division versetzt. Als solcher wurde er am 21. August 1915 zum Major befördert. Seine Funktion übte er mehr als zwei Jahre aus. Im Juni 1917 wurde er dann als Bataillonskommandeur zum 2. Nassauisches Infanterie-Regiment Nr. 88 versetzt. Mitte September 1918 wurde er dann zum Kommandeur vom Kavallerie-Schützen-Regiment 11 an der Westfront ernannt. Dabei handelte es sich um das unberittene ehemalige 2. Brandenburgisches Ulanen-Regiment „Graf Haeseler“ Nr. 11. Zwei Wochen später geriet er am 27. September 1918 in Kriegsgefangenschaft. Aus der Gefangenschaft wurde er erst zum 1. Januar 1920 wieder entlassen. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Preußischen Roter-Adler-Orden 4. Klasse, dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Danach wurde er dann als Major mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum Regimentsstab vom Reiter-Regiment 16. Dort erhielt er dann seine Einweisung als Regimentskommandeur. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr ist er dann beim 16. Reiter-Regiment zu finden. Am 18. Dezember 1920 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1920 festgelegt. Am 3. August 1921 wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Kalau vom Hofe zum Kommandeur vom 5. (Preuß.) Reiter-Regiment in Stolp ernannt. Diese Funktion übte er dann viele Jahre aus. Dabei wurde er am 1. Februar 1925 zum Oberst befördert. Am 31. Januar 1927 übergab er sein Kommando über das 5. (Preuß.) Reiter-Regiment an Oberstleutnant Wilhelm von Kleist. An diesem Tag wurde er auch aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalmajor verliehen. Er erhielt dann weder in der Reichswehr noch in der Wehrmacht wieder ein Kommando.