Schramm, Herbert

 

* 13. Oktober 1913, Wetzlar / Hessen

+ 1. Dezember 1943, Eupen / Belgien

 

Herbert Schramm erwarb sich Ende 1935 als Privatmann den Pilotenschein beim DLV, wurde Reservist bei der Luftwaffe und ziviler Fluglehrer in Münster. Ab 1939 war er Einflieger bei den Flugzeugwerken in Speyer. Am 20. August 1939 wurde er zum Reserve-Offiziersanwärter ernannt und am 3. Oktober 1949 zur III. / Jagdgeschwader 53 einberufen. Als Feldwebel flog er seine ersten Einsätze während des Westfeldzuges, nahm anschließend an den Kämpfen um die britischen Inseln teil und wurde am 1. Oktober 1940 zum Leutnant der Reserve befördert. Ab Juni 1941 kämpfte er in Rußland und erhielt nach 24 Luftsiegen am 6. August 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. 1942/43 war er Fluglehrer an verschiedenen Jagdfliegerschulen und wurde am 1. November 1942 als aktiver Offizier zum Oberleutnant befördert. Am 13. August 1941 wurde er Kapitän der 5. Staffel des Jagdgeschwaders 27. Nach einem Luftkampf mit amerikanischen Thunderbolts am 1. Dezember 1943 über Eupen musste er mit dem Fallschirm abspringen und fand dabei den Tot. Auf 480 Feindflügen hatte er bis zu diesem Zeitpunkt 42 Luftsiege errungen, davon 28 im Osten. Posthum wurde er am 11. Februar 1945 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und zum Hauptmann befördert.

 

Ritterkreuz (6. August 1941) Eichenlaub (11. Februar 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011