Schmundt, Rudolf

 

* 13. August 1896, Metz

† 1. Oktober 1944, Lazarett Rastenburg

 

Rudolf Schmundt trat nach seinem Notabitur am 4. August 1914 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Der Offizierssohn kam dabei zum Brandenburgisches Füsilier-Regiment "Prinz Heinrich von Preußen" Nr. 35, dem Regiment seines Vaters. Ende September 1914 kam er dann zum Regiment an die Westfront. Er wurde dort am 27. Januar 1915 zum Fähnrich befördert. Im Frühjahr 1915 wurde er dann verwundet. Am 11. September 1915 wurde er zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 22. März 1915 datiert. Mitte März 1916 wurde er dann zum Adjutant des II. Bataillons vom Brandenburgisches Füsilier-Regiment "Prinz Heinrich von Preußen" Nr. 35 ernannt. Als solchem wurde er bis Ende 1916 mit beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet. Ab dem 11. Juli 1917 wurde er sogar als Regimentsadjutant eingesetzt. Im Dezember 1918 kam er dann mit dem Regiment wieder zurück in die Heimat. Nach dem Krieg wurde er am 1. Oktober 1919 als Leutnant in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde sein Patent hetzt auf den 1. September 1915 festgelegt. Dabei wurde er jetzt dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 5 zugeteilt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer wurde er weiter bei diesem Reichswehr-Infanterie-Regiment 5 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres kam er dann zum 9. (Preuß.) Infanterie-Regiment. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Kompanieoffizier eingesetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 gehörte er mehrere Jahre zur 3. Kompanie vom 9. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Potsdam. Bei dieser wurde er am 1. August 1925 zum Oberleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1925 festgelegt. Als solcher wurde er dann im Sommer 1926 zum Adjutant des I. Bataillons vom 9. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Potsdam ernannt. Am 14. Oktober 1926 hat er dann Anneliese von Kummer geheiratet. Aus der Ehe gingen in den nächsten Jahren 3 Kinder (2 Töchter) hervor. Im Sommer 1927 wurde er dann zum Regimentsadjutant vom 9. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Potsdam ernannt. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann für zwei Jahre zur Führergehilfenausbildung in den Stab der 1. Division der Reichswehr nach Königsberg versetzt. Bei diesem wurde er am 1. Februar 1931 zum Hauptmann befördert. Am 1. Oktober 1931 wurde er als Rittmeister zur 4. Eskadron vom 2. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Osterode versetzt. Am 1. Oktober 1932 wurde er in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Heeres-Organisationsabteilung (T 2) vom TA unter Oberst Keitel eingesetzt. 1933 wurde er dann in das Truppenamt (TA) versetzt und dort in der Abteilung Landesverteidigung eingesetzt. Während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er 1935 zum Kompaniechef im Infanterie-Regiment Allenstein ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände am 15. Oktober 1935 wurde er dadurch zum Kompaniechef im Infanterie-Regiment 2 ernannt. Als solcher wurde er am 1. Januar 1936 zum Major befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. November 1935 festgelegt. Am 6. Oktober 1936 wurde er in den Stab der 18. Infanterie-Division nach Liegnitz versetzt. Dort wurde er jetzt als 1. Generalstabsoffizier (Ia) eingesetzt. Bei Beginn der so genannten Blomberg-Fritsch-Affäre wurde er am 28. Januar 1938 als Nachfolger von Oberstleutnant Friedrich Hossbach zum Chefadjutant des Heeres beim Führer und Oberbefehlshaber der Wehrmacht ernannt. Als solcher begann jetzt sein rasanter Aufstieg. Am 1. Oktober 1938 wurde er auf Oberstleutnant befördert. Am 4. August 1939 wurde er bereits zum Oberst befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. August 1939 festgelegt. Am 1. Januar 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1941 festgelegt. Anfang Oktober 1942 wurde er als Nachfolger von General Bodewin Keitel auch noch zum Chef des Heeres-Personalamtes ernannt. Am 1. April 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 20. Juli 1944 wurde er beim Attentat in der Wolfschanze durch die Explosion der Bombe durch Verbrennungen und Holzsplitterverletzungen an den Beinen und im Gesicht schwer verletzt. Das linke, durch einen Splitte zertrümmerte Auge musste bereits am Abend entfernt werden. Am 25. Juli 1944 wurde er durch Hitler in Begleitung von dessen Begleitarzt, SS-Gruppenführer Prof. Dr. med. Karl Brandt, im Lazarett Karlshof bei Rastenburg besucht. Dabei wurde er zum General der Infanterie befördert, wobei das Rangdienstalter auf den 1. Juli 1944 festgelegt wurde. Außerdem wurde ihm auch noch das Verwundetenabzeichen in Gold verliehen. Er konnte sich von den Wunden nicht mehr erholen und ist am Abend des 1. Oktober 1944 verstorben. Sein letzter Wunsch war eine Trauerfeier im Reichsehrenmal Tannenberg. Am 6. Oktober 1944 fand die Trauerfeier als Staatsakt dort statt. Hitler ließ einen Kranz am Grab niederlegen. Am 7. Oktober 1944 wurde er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt. Generaloberst Guderian hielt dabei die Grabrede. An diesem Tag wurde ihm posthum das Goldene Kreuz des Deutschen Ordens verliehen. Außerdem war er auch noch Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP und des Goldenen Hitlerjugend-Ehrenzeichens.