Schilling, Walter Curt Gustav

 

* 23. Dezember 1895, Kulm, Westpreußen

† 20. Juli 1943, bei Doljenhaja in der Nähe von Issjum (gefallen)

 

Walter Schilling trat nach seinem Abitur am 16. Mai 1914 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Dabei kam der Sohn eines Baumeisters zum Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26. Bei Beginn des 1. Weltkrieges wurde er als Fahnenjunker-Unteroffizier bei der 4. Kompanie vom Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26 eingesetzt. Bei diesem Bataillon wurde er am 24. Dezember 1914 zum Fähnrich befördert. Als solcher wurde er jetzt bei der 2. Kompanie vom Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26 eingesetzt. Ab dem 15. Januar 1915 wurde er als Offiziers-Stellvertreter eingesetzt. Am 27. Januar 1915 wurde er zum Leutnant ohne Patent befördert. Am 26. November 1917 hat er dann sein Patent als Leutnant vom 13. Juni 1913 erhalten. Im März 1918 wurde er dann zum Adjutant vom Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26 ernannt. Ab Mai 1918 wurde er dann als Führer der 2. Kompanie vom Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26 eingesetzt. Als solcher wurde er am 18. Oktober 1918 zum Oberleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er anfangs als Führer der Freiwilligen-Offiziers-Schützen-Kompanie vom Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26 eingesetzt. Später wurde er dann als Oberleutnant mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Er wurde dann als Führer der 2. Kompanie vom Reichswehr-Pionier-Bataillon 17 eingesetzt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er dann zur 4. Eskadron vom Reiter-Regiment 5 versetzt. Bei dieser wurde er als Eskadronoffizier eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er weiter beim 5. (Preuß.) Reiter-Regiment in Stolp eingesetzt. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann beim 5. (Preuß.) Reiter-Regiment zum Ordonanzoffizier ernannt. Am 1. Oktober 1922 wurde er dann als Zugführer in die 3. Eskadron vom 5. (Preuß.) Reiter-Regiment ebenfalls in Stolp versetzt. 1925/26 wurde er dann zur 2. Eskadron vom 5. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Belgard versetzt. Am 1. Oktober 1927 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann bei der Heeres-Statistische-Abteilung (T 3) eingesetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1928 zum Hauptmann befördert. Am 1. Oktober 1928 wurde er dann als Rittmeister zum Chef der 1. Eskadron vom 5. (Preuß.) Reiter-Regiment in Belgard ernannt. Am 1. August 1932 wurde er dann zum Stab der 2. Kavallerie-Division nach Breslau kommandiert. Am 1. Oktober 1932 wurde er dann auch in den Stab der 2. Kavallerie-Division versetzt. Am 1. Dezember 1933 wurde er dann erneut in das RWM nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann in der Inspektion der Kavallerie (In 3) eingesetzt. Ab dem 1. April 1934 gehörte er dann zur Kavallerieabteilung beim Allgemeinen Heeresamt (AHA). Zum 1. August 1934 wurde er zum Major befördert. Zur Kavallerieabteilung beim Allgemeinen Heeresamt gehörte er dann auch während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht. Am 6. Oktober 1936 wurde er dann in die 4. Abteilung vom Generalstab des Heeres versetzt. Zum 1. Januar 1937 wurde er zum Oberstleutnant i.G. befördert. Nach der Umgliederung der Wehrmachtsspitze im Zuge der Blomberg-Fritsch-Affäre gehörte er dann ab Februar 1938 zur 4. Abteilung (4. Abt.) unter dem Oberquartiermeister II (O Qu II). Am 15. März 1939 wurde er dann zum Generalstab vom Heeresgruppen-Kommando 3 nach Dresden kommandiert. Am 1. April 1939 wurde er dann zum 1. Generalstabsoffizier (Ia) vom Heeresgruppenkommando 3 in Dresden ernannt. Als solcher wurde er zum 1. August 1939 zum Oberst i.G. befördert. Am gleichen Tag wurde er durch die Umbenennung seines Stabes zum Ia der 8. Armee ernannt. In dieser Funktion wurde er dann bei Beginn des 2. Weltkrieges im Polenfeldzug eingesetzt. Am 20. Oktober 1939 wurde er dann durch die erneute Umbenennung seines Stabes zum Ia der 2. Armee ernannt. In dieser Funktion nahm er dann im Frühjahr 1940 am Westfeldzug teil. Ende März 1941 wurde er durch Oberst i.G. Gerhard Feyerabend abgelöst. Am 1. April 1941 wurde er dann dafür als Nachfolger von Generalmajor Maximilian Fretter-Pico zum Chef des Generalstabes vom Generalkommando XXIV. Armeekorps ernannt. In dieser Funktion nahm er dann zum Sommerbeginn 1941 im Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland teil. Er trug jetzt beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen. Am 28. Februar 1942 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Am 13. Mai 1942 wurde er durch Oberstleutnant i.G. Otto Heidkämper abgelöst. Dafür wurde er jetzt als Nachfolger von Oberst i.G. Walther von Hünersdorff zum Chef des Generalstabes der 3. Panzerarmee im Mittelabschnitt der Ostfront ernannt. Zum 1. Juni 1942 wurde er zum Generalmajor ohne Patent befördert. Am 13. Juni 1942 hat er sein Patent als Generalmajor vom 1. April 1942 erhalten. Zum 1. April 1943 wurde er dann zum Generalleutnant befördert. Anfang Mai 1943 wurde er erneut durch Oberst i.G. Otto Heidkämper abgelöst. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 16. Juni 1943 wurde er dann als Nachfolger von Generalleutnant Fridolin von Senger und Etterlin zum Kommandeur der 17. Panzer-Division ernannt. Am 20. Juli 1943 ist er in der Nähe von Doljenhaja bei Issjum gefallen. Er wurde daraufhin in Nowo-Dimitrowka beerdigt. Er war mit Gertrud, geborene Koch, verheiratet. Posthum wurde ihm am 28. Juli 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

 

Ritterkreuz (28. Juli 1943)