Ribbentrop, Rudolf von

 

* 11. Mai 1921, Wiesbaden Ribbentrop-1.jpg (15011 Byte)


Der Sohn des letzten Reichsaußenministers und Spross einer Soldatenfamilie, die schon seit Jahrhunderten in den deutschen Armeen mit Erfolg* dienten, absolvierte seine schulische  Ausbildung an einem Berliner Gymnasium und auf einen Londoner Internat und schließlich an der NAPOLA in Ilfeld. Dort baute er sein Abitur, und erfüllte anschließend seine Dienstpflicht beim RAD.
Bei Kriegbeginn meldete er sich freiwillig zur SS-Verfügungstruppe, der späteren Waffen-SS. Seine soldatische Laufbahn begann in der 11. Kompanie des Infanterieregiments „Deutschland“ unter Standartenführer Felix Steiner. In dieser Kompanie nahm er auch 1940 am Frankreichfeldzug teil und bewähre sich   bei diversen Fronteinsätzen, so das er am 13.August 1940 mit den Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und zum Sturmmann (Gefreiter) befördert wurde. Anschließend folgte seine Kommandierung zur Junkerschule nach Braunschweig. Dieser Lehrgang endete mit der Beförderung von Ribbentrops zum Standartenoberjunker (Oberfähnrich). Am 20.April 1941, noch vor seinem 20. Geburtstag wurde von Ribbentrop zum Untersturmführer (Leutnant) befördert.
Zu Beginn des Russlandfeldzuges diente von Ribbentrop als Zugführer in der Aufklärungseinheit der SS-Kampfgruppe „Nord“ in Finnland, bei deren Einsätzen er erstmals verwundet wurde. Im Februar 1942 kam er zur neuaufgestellten Panzerabteilung der „Leibstandarte Adolf Hitler“ (LAH). Als Führer der 7. Kompanie wurde er ein weiteres mal verwundet und mit dem EK 1 ausgezeichnet.
Das Jahr 1943 war für Rudolf von Ribbentrop mit der Teilnahme an der Schlacht um Charkow und am Unternehmen „Zitadelle“ die Zeit höchster soldatischer Bewährung.
Diese fand am 15.Juli 1943 mit der Verleihung des Ritterkreuzes offizielle Anerkennung.
Obersturmführer von Ribbentrop wechselte im weiteren Verlauf des Krieges aus den Osten an die Westfront, wo er als Chef des Panzerregiments der SS-Division „Hitlerjugend“ erneut verwundet und mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde.
Der Krieg endete für den nunmehrigen Hauptsturmführer 1945 in Ungarn.
Nach dem Krieg arbeitete er als erfolgreicher Geschäftsmann in Frankfurt/Main und Wiesbaden.

* Ein Urgroßvater kämpfte im deutsch-dänischen Krieg 1864 als Gardehauptmann und wurde mit dem Pour le Merite ausgezeichnet, sein Großvater erwarb dieselbe Auszeichnung als General im 1.Weltkrieg und sein Vater Joachim von Ribbentrop, der spätere Reichaußenminister war mit beiden Eisernen Kreuzen aus den gleichen Krieg zurück gekehrt.

 Ritterkreuz (15. Juli 1943)

 Text: Dirk Müller Quellen: Henkel&Cie Firmengeschichte , Panzermuseum Munster