Graf von Rothkirch und Trach, Edwin

 

* 1. November 1888, Militsch in Schlesien

† 29. Juli 1980, (Oberurff)

 

Edwin Graf von Rothkirch und Trach trat nach seiner Kadettenausbildung am 1. März 1908 als Leutnant in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 17. Sein Patent wurde dabei später auf den 19. Juni 1908 datiert. Vor Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er noch immer zum 1. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 17. Am 25. Februar 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 16. September 1917 wurde er dann bereits zum Rittmeister befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze und einige andere Orden verliehen. Nach Kriegsende wurde er in das Reichsheer übernommen. Bei diesem wurde er im Übergangsheer im Frühjahr 1920 beim Reichswehr-Schützen-Regiment 7 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres kam er dann zum 16. Reiter-Regiment. Bei diesem wurde er dann spätestens ab Herbst 1921 als Eskadronchef eingesetzt. Er wurde dann im Frühjahr 1924 und 1925 als Chef der 6. (Preuß.) Eskadron vom 16. Reiter-Regiment in Kassel eingesetzt. Danach wechselte er dann zur 1. Eskadron vom 8. (Preuß.) Reiter-Regiment in seiner Heimatstadt Militsch. 1928 wurde er dann auch zum Chef der 1. Eskadron vom 8. (Preuß.) Reiter-Regiment in Militsch ernannt. Im Frühjahr 1929 gehörte er dann zum Stab vom 11. (Preuß.) Reiter-Regiment in Neustadt in Oberschlesien. Nach einem Jahr wechselte er dann für die nächsten Jahre in den Stab vom 14. Reiter-Regiment in Ludwigslust. Bei diesem wurde er am 1. Dezember 1930 zum Major befördert. Am 1. Mai 1934 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Kavallerie-Regiment 15 in Paderborn ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1936 zum Oberst befördert. Am 1. März 1938 wurde er dann zum Kommandeur der 2. Schützen-Brigade in ernannt. Damit befand er sich eigentlich auf direktem Weg zum direkten Aufstieg in die Generalsränge in der noch im Aufbau befindlichen jungen Panzertruppe. Etwas muss seinen Aufstieg aber abrupt gebremst haben. Am 10. November 1938 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür an diesem Tag zum Kommandeur der Befestigungen bei Breslau ernannt. Bei der Mobilmachung für den zweiten Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er dann zum Chef des Stabes vom Grenzschutz-Abschnitt-Kommando 14 ernannt, welches aus der Kommandantur der Befestigungen bei Breslau gebildet wurde. Noch Anfang September 1939 wurde er durch die erneute Umbenennung seines Stabes zum Chef des Generalstabes vom Generalkommando Gienanth ernannt. Bereits am 19. Oktober 1939 wurde der Stab erneut umbenannt. Dadurch wurde er jetzt zum Chef des Generalstabes vom Höheres Kommando z.b.V. XXXVI ernannt. Am 25. Oktober 1939 wurde er abgelöst und zum Kommandeur der 442. Division z.b.V. ernannt. Mit dieser bezog er Stellungen am Niederrhein. Am 1. März 1940 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 10. Oktober 1940 wurde er abgelöst. Er wurde jetzt zum Kommandant der Oberfeldkommandantur 365 in Tarnow ernannt. Ab November 1941 wurde er mit seinem Stab in Lemberg eingesetzt. Anfang Januar 1942 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür an diesem Tag zum Kommandeur der 330. Infanterie-Division ernannt. Mit dieser wurde er dann an der Ostfront eingesetzt. Am 1. März 1942 wurde er zum Generalleutnant befördert. Er trug jetzt bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen. Die Division machte sich dann im Herbst 1942 einen Ruf bei den Kämpfen um Welish. Am 5. November 1942 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Mitte Juni 1943 gab er sein Kommando ab. Anscheinend wurde er jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 1. Oktober 1943 wurde er dann zum Kommandierender General der Sicherungstruppen und Befehlshaber im Heeresgebiet Mitte ernannt. Durch die Umbenennung seines Stabes wurde er dann am 8. Oktober 1943 zum Kommandierender General und Befehlshaber der Sicherungstruppen Weißruthenien ernannt. Am 1. Januar 1944 wurde er dann zum General der Kavallerie befördert. Durch die erneute Umbenennung seines Stabes wurde er Mitte April 1944 zum Wehrmachtbefehlshaber Weißruthenien ernannt. Am 1. Juli 1944 wurde sein Stab dann zum Generalkommando Rothkirch umbenannt und er zu dessen Kommandierenden General ernannt. Mitte November 1944 wurde aus diesem dann das neue LIII. Armeekorps gebildet und er wurde dann auch zu dessen Kommandierenden General ernannt. Mit diesem wurde er dann an die Westfront verlegt. Danach nahm er dann an der Ardennenoffensive der Heeresgruppe B teil. Als Reserve eingesetzt befand sich sein Hauptquartier in Trier. Am 22. Dezember 1944 verlegte er sein Quartier nach Wiltz. Er übernahm jetzt mit seinem Korps auch den Schutz der nördlichen Flanke der 7. Armee. Danach führte er sein Korps beim Rückzug der deutschen Front. Am 6. März 1945 geriet er bei Bitburg in Gefangenschaft. Auch nach dem Kriegsende im Frühjahr 1945 blieb er die nächsten Jahre weiter in Gefangenschaft.