Roese, Friedrich

 

* 21. Oktober 1879, Eisenach

† 9. November 1966, Hameln

 

Friedrich Roese trat am 15. März 1898 als Sekondeleutnant in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 1. Ober-Elsässiches Infanterie-Regiment Nr. 167. In diesem wurde er am 20. Juli 1897 zum Sekondeleutnant befördert. Im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 27. Januar 1913 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er 1914 zum Adjutant der 66. Infanterie-Brigade ernannt. Im 1. Weltkrieg wurde er dann auf verschiedenen Generalstabspositionen eingesetzt. Am 15. Juli 1918 wurde er zum Major befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, ihm wurden neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Orden verliehen. Nach Kriegsende wurde er in das Reichsheer übernommen. Bei diesem wurde er im Übergangsheer im Frühjahr 1920 beim Reichswehr-Infanterie-Regiment 13 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres wurde er dann vom 18. Infanterie-Regiment übernommen. Dort wurde er in einem Bataillonsstab eingesetzt. Später wurde er in den Stab der 2. Division der Reichswehr versetzt. Dort wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. Dort wurde er am 1. April 1925 auch zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er dann 1926/27 in den Regimentsstab vom 18. Infanterie-Regiment nach Paderborn versetzt. Am 1. November 1928 wurde er dann zum Kommandeur vom 4. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Deutsch Krone ernannt. Als solcher wurde er am 1. März 1929 zum Oberst befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Generalmajor am 1. April 1932 war er noch immer Kommandeur vom 4. (Preuß.) Infanterie-Regiment. Am 30. September 1932 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Am 1. Oktober 1935 trat er als Generalmajor wieder in den aktiven Dienst. Er wurde jetzt zum Inspekteur der Infanterie (In 2) im Reichskriegsministerium ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1937 zum Generalleutnant befördert. Am 1. Mai 1938 wurde er erneut aus dem aktiven Dienst verabschiedet. An diesem Tag wurden ihm die Charakter eines General der Infanterie verliehen. Er wurde in der Folge aber auch weiter verwendet. Er wurde jetzt zum Chef der Heeresmuseen ernannt. Der Chef der Heeresmuseen war als eine nachgeordnete Dienststelle des OKH dem Allgemeinen Heeresamt (AHA) zugeteilt und hatte seinen Dienstsitz in Berlin. Eine verbindliche Arbeitsanweisung für den Chef des Heeresmuseen ist nicht erlassen worden. Nach dem Aufbau der Dienstelle und der Regelung diverser organisatorischer Fragen, lag das eigentliche Betätigungsfeld vor allem in beratenden und koordinierenden Aktivitäten, wobei er auf für das Heeresmuseum Wien zuständig war. Mit der Mobilmachung wurde er wieder in den aktiven Dienst einberufen. Dadurch wurde er jetzt wieder zum Inspekteur der Infanterie (In 2) beim Befehlshaber des Ersatzheeres ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1942 zum General der Infanterie z.V. befördert. Am 1. Mai 1942 wurde er von seinem Posten entbunden. Am 31. Juli 1942 wurde er endgültig aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Nach dem Krieg lebte er in Hameln. Er wurde auch auf dem dortigen Garnisonsfriedhof beerdigt.