Rodt, Eberhard

 

* 4. Dezember 1895, München

† 14. Dezember 1979, München

Eberhard Rodt wurde am 4. Dezember 1895 in München geboren. Am 4. August 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger beim 2. Ulanen-Regiment "König" in Ansbach. Mit diesem stand er im Verband der bayerischen Kavalleriedivision im Osten und Westen an der Front. Am 26. Mai 1915 wird er zum Leutnant befördert und trägt bei Kriegsende beide Eiserne Kreuze, sowie den bayerischen Militär-Verdienstorden 4. Klasse und das Verwundetenabzeichen in Schwarz. Nach dem Krieg schloss er sich der Freiwilligen-Eskadron Leoprechting an, mit dem er in den Räumen Naumburg, Nürnberg und München während der Revolutionswirren eingesetzt wurde. Anschließend wurde er in die Reichswehr übernommen, in der er die nächsten Jahre in der 2. Eskadron des 17. (Bayrisches) Reiter-Regiment in Ansbach angehörte. Die letzten 6 Jahre davon als Chef der Eskadron. Am 1. März 1935 wurde er zum Major befördert. 1936 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung vom Kavallerie-Regiment 18 in Stuttgart ernannt. Am 1. März 1938 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Bei der Mobilmachung wurde er zum Kommandeur der Aufklärungs-Abteilung 25 ernannt. Während des Frankreichfeldzuges 1940 gelang es ihm mit seiner Abteilung, in die belgische Stadt Gent einzudringen und die belgischen Truppen zu überrumpeln. Mit seiner Abteilung gelang es ihm, rund 9.000 belgische Soldaten gefangen zu nehmen. Für diese Tat wurde ihm am 25. Juni 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Im Herbst 1940 wurde er in den Stab der 2. Panzer-Division versetzt und anfangs dem Schützen-Regiment 304 zugeteilt. Mitte Oktober 1940 wurde er dann zum Kommandeur vom Schützen-Regiment 66 ernannt. Mit diesem zog er dann im Sommer 1941 in den Ostfeldzug. Im August 1941 wurde er auch leicht verwundet. Dann wurde er Mitte Oktober 1941 wegen eines Kommunikationsfehlers irrtümlich zum Kommandeur der 2. Schützen-Brigade ernannt. Mit dieser stieß er bis kurz vor Moskau vor. Dafür erhielt er das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Eigentlich sollte er zum Kommandeur der 22. Schützen-Brigade ernannt werden, wozu es dann aber erst am 1. Februar 1942 kam. Am 1. November 1942 wurde er mit der Führung der 22. Panzer-Division beauftragt. Am 1. März 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er dann auch zum Kommandeur der 22. Panzer-Division ernannt, die er bis zur Auflösung im März 1943 führte. Danach wurde er dann in die Führerreserve versetzt. Am 10. Juni 1943 übernahm er als Kommandeur die 15. Panzer-Grenadier-Division. Am 1. März 1944 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 28. und 29. März 1945 gelang es ihm, durch den entschlossenen Einsatz seiner Division bei den schweren Abwehrkämpfen ostwärts von Borken, einen Durchbruch feindlicher Kräfte abzuriegeln und eine Aufspaltung der Front zu verhindern. Hierfür wurde ihm am 28. April 1945 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Bei Kriegsende kam er in englische Gefangenschaft, aus der er bereits im Juni 1946 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (25. Juni 1940); Eichenlaub (28. April 1945)