Rittberg, Georg Graf von

 

* 30. Mai 1898, Straßburg / Elsaß + 6. Juni 1973, Krün / Oberbayern  

 

Georg Graf von Rittberg trat am 8. August 1914 aus dem Kadettenkorps kommend als Fähnrich in das Feldartillerie-Regiment 61 ein. Hier wurde er am 1. Mai 1915 zum Leutnant befördert und nach dem Ersten Weltkrieg in das Reichsheer übernommen. Am 1. Oktober 1935 wurde er Kommandeur der III. Abteilung des Artillerie-Regiments 23. Am 1. April 1939 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am gleichen Tag Adjutant beim Wehrmachtsbevollmächtigten des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren. Im Mai 1940 übernahm er das Kommando über das Artillerie-Regiment 31, welches er durch den Westfeldzug führte. Am 1. Oktober 1940 wurde er Kommandeur des Artillerie-Regiments 131 und führte dieses ab Juni 1941 in Rußland. Am 1. Oktober 1941 zum Oberst befördert, wurde ihm am 29. Januar 1942 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen und er war ab dem 1. Dezember 1942 Artillerie-Kommandeur 23. Am 1. April 1943 wurde er Kommandeur des Grenadier-Regiments 12 am Wolchow und übernahm am 12. November 1943 die Führung der 88. Infanterie-Division, mit der er im Februar 1944 im Kessel von Tscherkassy eingeschlossen wurde. Am 1. Februar 1944 zum Generalmajor befördert, wurde er für seine Führungsleistungen beim Ausbruch aus dem Kessel von Tscherkassy am 21. Februar 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Nach der Wiederauffrischung der Division kämpfte diese im Raum Kowel-Lemberg und ab Juni 1944 im großen Weichselbogen. Für die Abwehrerfolge seiner Division wurde er am 10. Oktober 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Zum Generalleutnant befördert, geriet er am 27. Januar 1945 in russische Gefangenschaft, aus der er erst 1955 heimkehrte.

Ritterkreuz (21. Februar 1944) Eichenlaub (10. Oktober 1944)