Reinicke, Hermann

 

* 18. März 1870, Erfurt

† 20. April 1945, Herzberg an der Elster

 

Hermann Reinicke trat am 22. März 1887 mit dem Charakter eines Fähnrichs in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 3. Großherzoglich Hessisches Infanterie-Leibregiment "Großherzogin" Nr. 117. In diesem wurde er am 19. September 1888 zum Sekondeleutnant befördert. Vor dem 1. Weltkrieg war er als Major beim 2. Oberrheinisches Infanterie-Regiment Nr. 99 im Einsatz. Im 1. Weltkrieg wurde er dann am 25. November 1916 zum Oberstleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde er mit beiden Eisernen Kreuzen und dem Orden Pour le mérite (8. Dezember 1917) ausgezeichnet. Nach dem Ende des Krieges wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er zum Kommandeur vom Reichswehr-Infanterie-Regiment 32 ernannt. Als solcher wurde er am 18. Mai 1920 zum Oberst befördert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann zum Kommandeur vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Deutsch Eylau ernannt. Am 1. Februar 1923 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 30. April 1923 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1923 zum Chef vom Heerespersonalamt (HPA) ernannt. Als solcher wurde er dann am 1. März 1926 zum Generalleutnant befördert. Am 1. Februar 1927 wurde er dann zum Kommandeur der 5. Division der Reichswehr in Stuttgart ernannt. Damit wurde er gleichzeitig Befehlshaber vom Wehrkreis V. Am 30. September 1929 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines General der Infanterie verliehen. In den 30iger Jahren wurde ihm das Recht verliehen, die Uniform des Infanterie-Regiment 3 mit den Generalsabzeichen zu tragen. In den letzten Tagen des Krieges ist er dann verstorben.