Philipp, Hans

 

* 13. März 1917, Meißen / Sachsen + 8. Oktober 1943, bei Neuenhaus / Holland (gef.)  

 

Hans Philipp absolvierte 1935 sein Abitur. Als privater Segelflieger trat er im April 1936 als Offiziersanwärter in die Luftwaffe ein. Am 1. Januar 1938 zum Leutnant befördert, wurde er Jagdflieger in der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 76. Am 5. September 1939 errang er über Polen seinen ersten Luftsieg, über Frankreich errang er fünf weitere. Im August 1940 wurde er als Oberleutnant Kapitän der 4. Staffel. Nach 20 Luftsiegen wurde er am 22. Oktober 1940 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Anfang 1941 flog er über dem Balkan und ab Juni 1941 über Rußland. Nach seinem 62. Luftsieg wurde er am 24. August 1941 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Ende 1941 wurde er zum Hauptmann befördert und im Februar 1942 Kommandeur der I. Gruppe. Nach seinem 86. Luftsieg erhielt er am 12. März 1942 als Hauptmann die Schwerter verliehen. Am 31. März 1942 gelang ihm als 4. Jagdflieger überhaupt sein 100. Luftsieg, seinen 150. Luftsieg errang er am 14. Januar 1943 und seinen 200. Luftsieg am 17. März 1943. Am 1. April 1943 wurde er zum Major befördert und Kommodore des Jagdgeschwaders 1. Am 1. Oktober 1943 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant. Am 8. Oktober 1943 wurde er bei der Abwehr eines starken Bomberangriffs auf Bremen abgeschossen. Es gelang ihm, aus seiner Maschine auszusteigen, aber der Fallschirm öffnete sich nicht. Insgesamt hatte er 206 Luftsiege errungen.

Ritterkreuz (22. Oktober 1940) Eichenlaub (24. August 1941) Schwerter (12. März 1942)