von Puttkammer, Alfred

 

* 5. April 1882, Jagow/Prenzlau

† 29. August 1946, Bad Warmbrunn

 

Alfred von Puttkammer trat am 1. März 1902 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Eisenbahn-Regiment Nr. 1. Bei diesem wurde er am 18. August 1903 zum Leutnant befördert. Am 18. August 1912 wurde er zum Oberleutnant befördert. Auch kurz vor dem 1. Weltkrieg gehörte er noch zum Eisenbahn-Regiment Nr. 1. Am 28. November 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dann zur Kraftfahr-Abteilung 6. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als Stabsoffizier beim Stabe in die 1. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung in Königsberg übernommen. Dort wurde er dann die ersten Jahre eingesetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er dann als Chef der 3. Kompanie der 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung in Kolberg eingesetzt. 1924/25 wurde er dann als Kraftfahrer zur 2. (Preuß.) Sanitäts-Abteilung nach Stettin versetzt. Am 1. März 1926 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er dann jetzt als höchster Offizier für Kraftfahrer in der 2. (Preuß.) Sanitäts-Abteilung in Stettin eingesetzt. 1927/28 wurde er dann zum Kommandeur der 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung in Stettin ernannt. Diese Position übte er die nächsten Jahre aus. 1930/31 wurde er dann in den Stab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Am 1. Februar 1931 wurde er dort auch zum Oberstleutnant befördert. Am 1. April 1933 wurde er er zum Oberst befördert. 1934 wurde er dann zum Kommandeur vom Kraftfahrkommando Berlin ernannt. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er dann am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur der 1. Kraftfahr-Kampf-Brigade ernannt. Am 15. Oktober 1935 wurde er dann bei der Enttarnung der Verbände zum Kommandeur der Aufklärungs-Brigade ernannt. Seinem Stab unterstanden jetzt drei motorisierte Aufklärungs-Abteilungen (2, 6 und 7). Am 1. Mai 1936 gab er dieses Kommando wieder ab. Er wurde an diesem Tag unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor zum Höherer Panzerabwehroffizier 1 in Berlin ernannt. Als solchem wurden ihm am 1. April 1938 die Charakter als Generalleutnant verliehen. Am 6. Dezember 1938 wurde er zusätzlich auch noch als Höherer Panzerabwehroffizier im Oberkommando des Heeres (OKH) eingesetzt. Am 1. August 1939 wurde er zum Generalleutnant befördert. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er dann zum Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets 585 (Korück 585) ernannt. Dieses Kommando führte ihn dann zum Beginn des Krieges in den Westen. Ab dem Frühjahr 1941 verlegte er dann mit der 6. Armee in den Osten. Ab dem Sommer 1941 wurde er dann im Mittelabschnitt der Ostfront. Am 9. Januar 1942 gab er sein Kommando als Korück 585 ab und wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Am 1. Oktober 1942 wurde er dann als Nachfolger von Generalleutnant Wolfgang von Otterstedt zum Kommandeur der Division Nr. 408 in Schlesien ernannt. Am 1. Dezember 1943 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 31. Mai 1944 wurde er endgültig aus der Wehrmacht verabschiedet.