Ritter von Prager, Karl

 

* 23. Oktober 1875, Warmensteinach

† 31. Januar 1959, Horn bei Füssen

 

Karl Prager trat am 14. Juli 1894 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 11. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "von der Tann". In diesem wurde er am 27. Februar 1896 zum Sekondeleutnant befördert. Bei Beginn des 1. Weltkrieges kam er als Hauptmann und Kompaniechef im 2. Kgl. Bayer. Infanterie-Regiment "Kronprinz" an die Front. Dort wurden ihm bald beide Eisernen Kreuze verliehen. In diesem Ersten Weltkrieg wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde ihm am 30. November 1917 der königlich bayerische Militär Max-Josef-Orden verliehen, womit der persönliche Adelstand verbunden war. Damit wurde er jetzt als Major Ritter von Prager bezeichnet. Am 23. Dezember 1917 wurde ihm auch der Pour le mérite verliehen. Er war zum Ende des Krieges als Generalstabsoffizier bei der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht im Einsatz. Neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern wurden ihm noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ende des Krieges wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er dann zum Chef des Stabes vom Wehrkreiskommando ernannt. Dadurch wurde er dann bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr am 1. Oktober 1920 zum Chef des Stabes der 7. Division der Reichswehr in München ernannt. An diesem Tag wurde er dann auch zum Oberstleutnant befördert. 1921 wurde er dann in den Regimentsstab vom 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment in München versetzt. 1922 wurde er dann in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. Juli 1922 zum Oberst befördert. Als solcher wurde er dann zum Leiter der Heeres-Ausbildungsabteilung (T 4) ernannt. Am 1. Februar 1925 wurde er dann zum Kommandeur vom 19. (Bayer.) Infanterie-Regiment in München ernannt. Am 31. Januar 1927 gab er sein Kommando ab. Er wurde am 1. Februar 1927 unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor wieder in das Reichswehrministerium versetzt. Dort wurde er als Inspekteur der Inspektion der Infanterie (In 2) ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1929 zum Generalleutnant befördert. Am 1. Februar 1931 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines General der Infanterie verliehen. In den 30iger Jahren wurde ihm das Recht zum Tragen der Uniform vom Infanterie-Regiment 19 mit den Generalsabzeichen verliehen. 1939 trat er dann wieder zur Verfügung des Heeres. Bei der Mobilmachung wurde er dann zum Kommandierenden General vom neuen Generalkommando XXVII. Armeekorps ernannt. Am 6. November 1939 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er jetzt im Tausch mit General der Infanterie Alfred Wäger zum Kommandierenden General vom neuen Generalkommando XXV. Armeekorps ernannt. Am 1. September 1940 wurde er dann auch zum General der Infanterie befördert. Am 1. Mai 1942 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 30. Juni 1942 wurde er endgültig aus der Wehrmacht verabschiedet.