Plenzat, Kurt

 

* 17. Januar 1914, Insterburg / Ostpreußen

+ 17. November 1998, Köln

 

Kurt Plenzat trat am 1. April 1933 in die 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 2 ein, kam 1935 zur 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 44 und wechselte im Juli 1938 zur Luftwaffe. Dort wurde er zum Stukaflieger ausgebildet und kam über die Ergänzungsgruppe des Stuka-Geschwaders 2 zur 2. Staffel des Geschwaders. Als Feldwebel absolvierte er 1940 am Kanal seinen ersten Feindflug. Im Frühjahr 1941 flog er auf dem Balkan und nahm beim Kampf um Kreta teil. Ab Juni 1941 flog er über Rußland und wurde er am 14. Oktober 1941 mit dem Ehrenpokal der Luftwaffe ausgezeichnet. Am 20. April 1942 erhielt er das Deutsche Kreuz in Gold. Nach 652 Feindflügen wurde er am 19. September 1943 als Oberfeldwebel mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Zum Leutnant befördert, führte er ab Ende 1943 die 2. Staffel des nunmehrigen Schlachtgeschwaders 2. Am 18. Oktober 1944 flog er über Ungarn seinen 1.000 Einsatz und wurde nach 1.100 Feindflügen am 24. Januar 1945 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Bei Kriegsende hatte er 1.234 Feindflüge absolviert, wurde sieben mal abgeschossen, errang vier Luftsiege und vernichtete etwa 80 Panzer.
1957 trat er in die Bundeswehr ein und ging 1971 als Hauptmann in Pension.

 

Ritterkreuz (19. September 1943) Eichenlaub (24. Januar 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011