von Platen, Axel

 

* 28. Juli 1876, Mainz

† 23. August 1928, Berlin

Axel von Platen trat nach seiner Kadettenausbildung am 9. Februar 1894 als Sekondeleutnant in die Königlich Preußische Armee ein. Der Offizierssohn kam dabei zum 3. Garde-Regiment zu Fuß. Ab dem 1. Oktober 1902 wurde er für fast drei Jahre zur Kriegsakademie kommandiert. Am 18. April 1903 wurde er dann dort zum Oberleutnant befördert. Als solcher wurde er dann im Frühjahr 1906 in den Großen Generalstab kommandiert. Am 21. März 1908 wurde er dann dort zum Hauptmann befördert. Gleichzeitig wurde er auch in den Großen Generalstab versetzt. Ab dem 19. November 1909 wurde er dann beim Generalstab des XIII. Armeekorps eingesetzt. Am 12. Oktober 1910 hat er Käthe von Dallwitz geheiratet. Am 27. Januar 1912 wurde er dann als Kompaniechef zum 2. Unter-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 137 versetzt. Ab dem 22. März 1914 gehörte er dann als Ia zum Generalstab der 13. Division. Kurz nach Beginn vom Ersten Weltkrieg wurde er am 19. August 1914 zum Major i.G. befördert. Er wurde zu dieser Zeit weiter als 1. Generalstabsoffizier (Ia) beim Stab der 13. Division eingesetzt. Ab Juli 1915 wurde er dann als Ia beim Generalkommando IX. Armeekorps eingesetzt. Ende 1916 kam er dann als Ia zum AOK 1. Am 11. April 1917 wurde er dann zum Ia der 6. Armee ernannt. Ab dem 11. Juli 1917 wurde er dann als Chef des Generalstabes vom Gardekorps eingesetzt. Im Dezember 1917 wurde er dann zum Ia beim AOK 18 ernannt. Am 21. April 1918 wurde ihm auch der Pour le merite verliehen. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Silber widerspiegelt, sondern ihm wurden noch sehr sehr viele Auszeichnungen verliehen. Neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen sind dort noch viele hohe Orden dabei. Nach dem Krieg wurde er dann als einer der meistausgezeichneten Offiziere in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er als Bataillonskommandeur zum Reichswehr-Schützen-Regiment 7. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Bataillonskommandeur des II. Bataillons zum 12. Infanterie-Regiment nach Quedlinburg. Am 30. November 1920 wurde er dann bei diesem zum Oberstleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1920 festgelegt. Als solcher wurde er im Herbst 1921 als Stabsoffizier für Einzelwaffen oder für infanteristische Bewaffnung und Ausrüstung in den Stab der 2. Division der Reichswehr nach Stettin versetzt. Am 1. April 1922 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er am gleichen Tag als Chef des Stabes der Heeres-Inspektion des Erziehungs- und Bildungswesens (In 1) zum Reichswehrministerium nach Berlin versetzt.  Am 1. Dezember 1925 wurde er zum Kommandeur vom 2. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Allenstein ernannt. Am 1. Februar 1927 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 31. Dezember 1927 gab er sein Kommando über das 2. (Preuß.) Infanterie-Regiment ab. Er wurde dann am 1. Januar 1928 in den Generalstab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Am 31. März 1928 wurde er endgültig aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Nur wenig später ist er bereits gestorben. Er war der ältere Bruder vom Generalmajor Hartwig von Platen.