Pflugradt, Benno

 

* 24. Juli 1877, Greifswald

† 10. November 1940, Hannover

 

Benno Pflugradt trat nach seiner Kadettenausbildung am 14. Februar 1895 mit dem Charakter als Fähnrich in die Königlich Preußische Armee ein. Der Generalssohn kam dabei zum 1. Rheinisches Infanterie-Regiment "von Lützow" Nr. 25. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 27. Januar 1896 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 14. Februar 1895 datiert. Im Sommer 1899 wurde er für etwa einen Monat zum Pionier-Bataillon 14 kommandiert. Am 1. Oktober 1899 wurde er dann zum Adjutant des II. Bataillons vom 1. Rheinisches Infanterie-Regiment "von Lützow" Nr. 25 ernannt. Am 1. Juni 1903 wurde er dann zum Regimentsadjutant vom 1. Rheinisches Infanterie-Regiment "von Lützow" Nr. 25 ernannt. Als solcher wurde er am 18. Oktober 1904 zum Oberleutnant befördert. Am 7. Oktober 1909 hat er Gerda Kolbe geheiratet. Am 16. Oktober 1910 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann zum Adjutant der 30. Infanterie-Brigade ernannt. Am 27. Januar 1913 wurde er dann zum Chef der 3. Kompanie vom 3. Rheinisches Infanterie-Regiment "von Horn" Nr. 29 ernannt. Auch vor Beginn vom 1. Weltkrieg gehörte er als Hauptmann und Kompaniechef noch immer zum 3. Rheinisches Infanterie-Regiment "von Horn" Nr. 29. Bei Ausbruch des Krieges wurde er dann als Adjutant zum AOK 5 versetzt. Am 5. Oktober 1916 wurde er als solcher zum Major befördert. Im November 1916 kam er dann als Adjutant zur Heeresgruppe Kronprinz Wilhelm von Preußen. Ab dem 28. April 1917 wurde er dann als Kommandeur des Reserve-Jäger-Bataillon 1 in der Jäger-Division eingesetzt. Als solchem wurde ihm am 3. November 1918 der Pour le merité verliehen. An diesem Tag wurde er dann zum Kommandeur vom 2. Großherzoglich Hessisches Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm" Nr. 116 ernannt. Außerdem wurden ihm im Ersten Weltkrieg neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern auch beide Eisernen Kreuze und viele andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg führte er dann anfangs das Jäger-Bataillon Pflugradt im Freikorps. Später wurde er als Major in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er am 1. Oktober 1919 zum Kommandeur des III. Bataillons vom Reichswehr-Infanterie-Regiment 20 ernannt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er noch immer zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 20. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Kommandeur des III. Bataillons zum 17. Infanterie-Regiment. Als solcher wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. 1921/22 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Juni 1921 festgelegt. Am 1. November 1922 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann ab dem 1. April 1923 als Chef der Adjutantur des Reichswehrministers (AdjRwM) im Reichswehrministerium in Berlin eingesetzt. Diese Position übte er dann die nächste Zeit aus Jahre aus. Am 15. Mai 1925 wurde er dann in den Regimentsstab vom 5. (Preuß.) Infanterie-Regiment nach Stettin versetzt. Er absolvierte jetzt eine Einweisung als Regimentskommandeur. Am 1. Februar 1926 wurde er dort auch zum Oberst befördert. Am 1. Februar 1927 wurde er dann zum Kommandeur vom 17. Infanterie-Regiment in Braunschweig ernannt. Am 28. Februar 1929 gab er sein Kommando über das 17. Infanterie-Regiment wieder ab. An diesem Tag wurde er aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalmajor verliehen. Er lebte dann weiter in Braunschweig, wo er noch vor Beginn des Ostfeldzuges im Herbst 1940 verstorben ist. Er war der ältere Halbbruder von Generalleutnant Kurt Pflugradt.