Pfeffer, Max

 

* 12. Juni 1883, Geldern

† 31. Dezember 1955, Lager Voikovo (Sowjetunion)

 

Max Pfeffer trat nach seiner Kadettenausbildung am 18. Oktober 1902 mit dem Charakter als Fähnrich in die Kaiserliche Armee ein. Der Sohn eines Amtrichters kam dabei zum 2. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 22. In diesem wurde er am 27. Januar 1904 zum Leutnant befördert. Am 1. Oktober 1908 wurde er zur Militärtechnischen Akademie kommandiert. Ab 1910 wurde er dann als Adjutant der II. Abteilung seines 2. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 22 eingesetzt. Am 27. Januar 1913 wurde er zum Oberleutnant befördert. Auch kurz vor Beginn vom 1. Weltkrieg gehörte er als Batterieführer noch zum 2. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 22. Die Masse des 1. Weltkrieges wurde er in dieser Funktion eingesetzt. Am 24. Dezember 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. 1918 wurde er auch noch zum Abteilungsführer ernannt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuze noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er als Hauptmann in die Reichswehr übernommen. Dabei kam er anfangs zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 10. Von diesem wurde er dann zur Lehrbrigade Döberitz kommandiert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er in das 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment übernommen, blieb aber anscheinend weiter kommandiert. Ab dem Frühjahr 1921 gehörte er zu einem Abteilungsstab vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment. Mitte der 20iger Jahre wurde er mehrere Jahre als Chef der Ausbildungs-Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Hannover eingesetzt. Am 1. Februar 1927 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er ab diesem Tag beim Stab der II. Abteilung vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Minden eingesetzt. Am 1. Oktober 1928 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Allgemeine Abteilung (AllgA) vom Wehramt eingesetzt. Nach der Umgliederung im RWM unterstand er dann ab 1930 der Allgemeine Abteilung (Allg) vom Wehramt (WehrA). Dort wurde er am 1. April 1931 zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er dann am 1. September 1931 zum Kommandeur der II. Abteilung vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Minden ernannt. Am 1. Oktober 1933 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment Münster ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände der Wehrmacht wurde er damit am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 16 ernannt. Am 1. Oktober 1936 wurde er um Generalmajor befördert. Am 6. Oktober 1936 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er an diesem Tag zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 26 ernannt. Am 12. Oktober 1937 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt zum Artillerie-Kommandeur 20 (Arko 20) in Hamburg ernannt. Am 1. Juni 1938 wurden ihm die Charakter als Generalleutnant verliehen. Am 10. November 1938 wurde er dann zum Höherer Artillerieoffizier 5 in Wien ernannt. Als solcher wurde er am 1. August 1939 zum Generalleutnant befördert. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er am 26. August 1939 wurde er zum Artillerie-Kommandeur 44 (Arko 44) ernannt. Als solcher nahm er dann am Polenfeldzug teil. Anfang 1940 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am wurde er zum Kommandeur der neuen 297. Infanterie-Division ernannt. Mit dieser wurde er nach der Aufstellung im Sommer 1940 nach Polen verlegt. Zum Sommerbeginn 1941 führte er die Division beim Angriff auf Südrussland. Dort trug er dann bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen. Am 4. Dezember 1941 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Im Sommer 1942 führte er die 297. Infanterie-Division dann in Richtung Stalingrad. Am 1. Dezember 1942 wurde er zum General der Artillerie befördert. Mitte Januar 1943 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür zum Kommandierenden General vom Generalkommando IV. Armeekorps ernannt. Am 31. Januar 1943 geriet er im Kessel von Stalingrad in russische Gefangenschaft. In verschiedenen Lagern wurde er dann die nächsten Jahre eingesperrt. Ende 1955 ist er im Lager Woikowo gestorben, ohne wieder entlassen wurden zu sein. Er wurde dann auch auf dem Friedhof Tschernzy in der Sowjetunion beerdigt. Dort ruhte er dann auf einem kleinen Friedhof unter anderem mit dem General der Infanterie Friedrich Hochbaum, dem General der Polizei Otto Ullmann, den Generalleutnanten Rainer Stahel, Hans Broeckh-Behrens, Heinrich Deboi, Gerhard Medem, Friedrich Bayer, Paul Stoewer und den Generalmajoren Anton Eberth, Wilhelm Runge, Rudolf Noack, Gerd von Below und Louis Tronnier. Seine Frau Irmgard, geb. Eickenrodt, war bereits im Sommer 1953 gestorben.

 

Ritterkreuz (4. Dezember 1941)