Manteuffel, Hasso von
| * 14. Januar 1897, Potsdam, + 24. September 1978, Reith/Österreich | ![]() |
Hasso von Manteuffel trat 1908 in die Armee ein und wurde am 22. Februar 1916 Fähnrich . Am 28. April 1916 wurde er zum Leutnant im Husaren-Regiment 3 ernannt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in die Reichswehr übernommen und wurde Lehrgangsleiter an der Panzertruppenschule. Am 1. April 1939 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges blieb Manteuffel an der Panzertruppenschule und übernahm vom 13. Juni bis zum 5. Oktober 1940 die Führung über das Kradschützen-Bataillon 3. Am 1. Mai 1941 wurde er Kommandeur des I./Schützen-Regiment 7 und am 25. August 1941 Kommandeur des Schützen-Regiments 6. Am 1. Oktober 1941 wurde er zum Oberst befördert und am 31. Dezember 1941 erhielt er für die Leistungen des Schützen-Regiments 6 das Ritterkreuz verliehen. Vom 15. Juli bis zum 4. November 1942 führte er die 7. Panzer-Grenadier-Brigade, am 8. Februar 1943 übernahm er die Division von Manteuffel in Afrika. Wegen Erkrankung wurde er Ende April 1943 ausgeflogen. Am 1. August 1943 übernahm er das Kommando der 7. Panzer-Division. Für die Leistungen der Division und für seinen persönlichen Einsatz erhielt von Manteuffel am 23. November 1943 das Eichenlaub und am 22. Februar 1944 die Schwerter verliehen. Am 1. Februar 1944 übernahm er die Panzer-Grenadier-Division "Groß-Deutschland". Am 1. September 1944 wurde er Kommandeur der 5. Panzer-Armee und gleichzeitig zum General der Panzertruppe ernannt. Am 18. Februar 1945 erhielt er als 24. Soldat die Brillianten verliehen. Am 5. März 1945 übernahm er die 3. Panzerarmee. BeiKriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er 1947 heimkehrte.
Hasso von Manteuffel setzte sich schon ab etwa 1949 für einen deutschen
Verteidigungsbeitrag ein, gebrauchte dabei allerdings teilweise haarsträubende Argumente
und stellte abstruse Forderungen auf. So forderte er die Freilassung der wie wir
heute wissen, zu Recht verurteilten Kriegsverbrecher; den deutschen Widerstand
deklassierte er als Meuterei hinter der Front und wärmte wieder das alte
Argument von der unmittelbaren eidlichen Bindung an den Führer auf. Aus diesem Eid
leitete er den unbedingten Gehorsam, den Befehlsnotstand der militärischen Führung und
die Unrechtmäßigkeit einer Auflehnung gegen Hitler ab.
Das war wahrscheinlich der Grund, daß er trotz unbestreitbarer fachlicher Qualifikation
nicht zum Aufbau der Bundeswehr herangezogen wurde weder als ziviler Berater in der
Dienststelle Blank, noch später als reaktivierter Offizier.
von Manteuffel hatte auch zahlreiche Verbindungen zu den in der ersten Nachkriegszeit
blühenden Organisationen, die sich um eine Wiederherstellung des Ansehens der Soldaten
bemühten.
Seit 1949 war von Manteuffel Mitglied der FDP, von 1953 1957 Bundestagsabgeordneter
für diese Partei, allerdings 1956/57 als Mitglied des damals neu entstandenen
Rechtsauslegers der Liberalen, der eigentlich stockkonservativen DP/FVP.
Ritterkreuz (31. Dezember 1941) Eichenlaub (23. November 1943) Schwerter (22. Februar
1944) Brillianten (18. Februar 1945)