Montag, Alfred

 

* 15. Juni 1918, Reitendorf / Sudetenland

+ 18. November 1990, Bonn

 

Alfred Montag trat Anfang 1939 in die Wehrmacht ein und kam zum Artillerie-Regiment 2. Nach dem Polenfeldzug wurde er Anfang 1940 in das Artillerie-Regiment 116 versetzt und nahm als Reserve-Offiziers-Anwärter am Frankreichfeldzug teil. Am 1. November 1940 wurde er zum Leutnant befördert und nahm ab Juni 1941 am Rußlandfeldzug teil. Am 1. November 1942 wurde er zum Oberleutnant befördert und wurde am 20. Januar 1943 Chef der Stabsbatterie der Sturmgeschütz-Abteilung 909. Er führte diese in der Schlacht um Kursk und während der der Rückzugskämpfe zum Dnjepr. Am 3. August 1943 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet und am 1. August 1943 zum Hauptmann d. Res. befördert. Am 10. November 1943 wurde er Batteriechef im Panzer-Artillerie-Regiment 116 bei den schweren Abwehrkämpfen westlich von Gomel. Am 5. Januar 1944 wurde er Chef der 2. / Sturmgeschütz-Brigade 909 und bewährte sich mit dieser bei den Kämpfen südlich von Bobruisk, so dass er am 21. April 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Er kämpfte mit seiner Batterie weiter im Osten und in Kurland, wurde mit der Ehrenblattspange ausgezeichnet und am 27. Januar 1945 an die Westfront versetzt, wo er die Sturmgeschütz-Brigade 341 führte. Für die Leistungen seiner Brigade wurde er am 9. Mai 1945 noch mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Bei Kriegsende geriet er in westliche Gefangenschaft. Später trat er der Bundeswehr bei und ging als Oberstleutnant in Pension.

Ritterkreuz (21. April 1944) Eichenlaub (9. Mai 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011