Mayer, Johannes

 

* 6. September 1893, Stepnitz

+ 1963

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Johannes Mayer studierte nach seinem Schulabschluß Theologie und meldete sich bei Beginn des Ersten Weltkrieges als Kriegsfreiwilliger zum Infanterie-Regiment "Prinz Moritz von Anhalt-Dessau" Nr. 42. Bei diesem Regiment diente er während des gesamten Ersten Weltkrieges, zuletzt als Regiments-Adjutant. Als Oberleutnant und Träger beider Stufen des Eisernen Kreuzes kehrte er aus dem Krieg zurück und wurde in die Wehrmacht übernommen. 1928 folgte die Beförderung zum Hauptmann. Ohne Unterbrechung des Truppendienstes beim Ausbildungs-Bataillon der 5. Infanterie-Regiments in Greifswald studierte er Volkswirtschaft und anschließend Ingenieurswesen. Nachdem Dr. Dr. Ing. Mayer zur praktischen Arbeit in verschiedenen Industriebetrieben kommandiert worden war, kam er zum Waffenamt im Oberkommando des Heeres. Im Oktober 1932 kehrte er auf eigenen Wunsch zur Truppe zurück. Anfang 1935 wurde er zum Major befördert und Taktiklehrer an der Kriegsschule Potsdam. 1937 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am 1. Oktober 1938 zum Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 65 ernannt. Im Februar 1940 übernahm er dann das neu aufgestellte Infanterie-Regiment 501. Nach dem Feldzug in Frankreich wurde Johannes Mayer am 1. Oktober 1940 zum Oberst befördert. Für seinen Einsatz bei der Erstürmung der Brücke über den Porussja wurde ihm am 13. September 1941 das Ritterkreuz verliehen. Am 16. Januar 1942 wurde er Kommandeur einer Schneeschuh-Brigade und am 22. März 1942 Kommandeur der 329. Infanterie-Division ernannt und am 1. April 1942 zum Generalmajor befördert. Nach den Abwehrschlachten im Nordabschnitt der Ostfront und den Stellungskämpfen zwischen Peipussee und Newel wurde Dr. Mayer zum Generalleutnant befördert. Am 13. April 1944 wurde er mit dem Eichenlaub ausgezeichnet und am 23. August 1944 mit den Schwertern. Infolge einer schweren Verwundung mußte er am 16. Juli 1944 das Kommando über die Division abgeben. Am 15. Januar 1945 übernahm er, obwohl noch nicht ganz wieder hergestellt, das II. Armee-Korps im Kurlandkessel, bis seine Überführung in ein Lazarett unumgänglich wurde. Am 1. April 1945 wurde er noch zum General der Infanterie befördert.

Nach dem Krieg war er als Ingenieur in einem Industriebetrieb tätig.

 

Ritterkreuz (13. September 1941) Eichenlaub (13. April 1944) Schwerter (23. August 1944)