Lutz, Oswald

 

* 6. November 1876, Oehringen

† 26. Februar 1944, München

 

Oswald Lutz trat am 3. Juli 1894 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum Bayerischen Eisenbahn-Bataillon. Im 1. Königlich Bayerischen Pionier-Bataillon wurde er am 27. Februar 1896 zum Sekondeleutnant befördert. Vor Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er als Hauptmann und Adjutant der Inspektion des Bayerischen Ingenieurkorps an. Im 1. Weltkrieg wurde er mit beiden Eisernen Kreuzen und anderen Orden ausgezeichnet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 war er Major und Kommandeur der Kraftfahr-Abteilung 21 der Reichswehr-Schützen-Brigade 21. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er zum Kommandeur der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung ernannt. Diese Position behielt er dann die nächsten Jahre. Am 1. Februar 1923 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Im Frühjahr 1924 wurde er im Reichswehrministerium in Berlin eingesetzt. Dort war er in der Inspektion für Waffen und Gerät tätig. 1926 kam er dann zum Heeres-Waffenamt (WaA). Danach wurde er 1927 dann zum Stab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. Januar 1928 zum Oberst befördert. Als solcher wurde er dann zum Chef des Stabes der Kraftfahrtruppen in der Inspektion der Verkehrstruppen (In 6) (K) im Reichswehrministerium ernannt. Am 1. April 1931 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor zum Inspekteur der Verkehrstruppen (In 6) ernannt. Als solcher wurde er dann am 1. Februar 1933 zum Generalleutnant befördert. Durch die Umbenennung des Stabes wurde er dann zum Inspekteur der Kraftfahrtruppen ernannt. Bei der Erweiterung der Reichswehr wurde er durch seine Position als Inspekteur der Kraftfahrtruppen und Heeresmotorisierung zum Kommandeur des Kraftfahr-Korps ernannt. Am 1. November 1935 wurde er zum General der Panzertruppen befördert. Dadurch wurde er jetzt als Kommandierenden General bezeichnet. Am 28. Februar 1938 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Später trat er dann wieder zur Verfügung des Heeres. Am 22. September 1941 wurde er zum Kommandeur des Verbindungsstabes Transnistrien ernannt. Am 31. Mai 1942 wurde er endgültig aus der Wehrmacht verabschiedet. Anfang 1944 ist er gestorben.